Rassismus : Taxifahrer verweigert Afrikanerinnen den Dienst

Ein Berliner Taxifahrer hat in Köpenick die Mitnahme von zwei Kenianerinnen abgelehnt. Die Frauen erstatteten Anzeige, gegen den Mann wird ermittelt.

BerlinEin Berliner Taxifahrer hat am späten Sonntagabend am S-Bahnhof die Beförderung von zwei Afrikanerinnen verweigert. Dabei beleidigte er die Frauen rassistisch. Nach Angaben der Polizei forderte er die bereits eingestiegenen Frauen auf, sein Taxi wieder zu verlassen. Der Taxifahrer konnte noch nicht gefunden werden. Der Polizei liegen aber Hinweise auf das Fahrzeug vor.

Der Taxi Verband Berlin Brandenburg verurteilte das Verhalten des noch unbekannten Mannes. Der Geschäftsführende Vorstand, Detlev Freutel, sagte: "Solche Fahrer gehören nicht in die Taxis." Sollte sich der Vorfall tatsächlich so zugetragen haben, sei das eine "Katastrophe" für das gesamte Gewerbe. Sofern keine Gefährdung von Fahrer oder Auto vorliege, gelte in Berliner Taxis grundsätzlich Beförderungspflicht. Bei Verstößen drohe der Verlust des Taxischeins oder der Konzession bei selbstständigen Fahrern. In dem Verband sind die selbstständige Taxifahrer in Berlin organisiert. (mit dpa)

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