Raubmord in Berlin-Kreuzberg aufgeklärt : Drei Verdächtige geständig, zwei streiten Tat ab

Am 24. November wurde ein Angestellter bei einem Raubüberfall auf ein Automatencasino in der Schönleinstraße getötet. Die fünf mutmaßlichen Täter sitzen in Haft.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Der brutale Raubmord an einem 49 Jahre alten Angestellten einer Spielhalle in der Schönleinstraße in Kreuzberg ist aufgeklärt. Wie die Polizei am Donnerstagmittag mitteilte, wurden seit Anfang Dezember fünf bulgarische Staatsangehörige im Alter zwischen 26 und 38 Jahren verhaftet. Vier der Männer sitzen wegen Mordes und schweren Raubs in Untersuchungshaft, der fünfte und letzte Verdächtige soll noch am Donnerstag vor den Ermittlungsrichter geführt werden.

Wie berichtet, war das Mordopfer am 24. November von seinem Arbeitgeber gefunden worden. Nach den bisherigen Ermittlungen waren die Räuber in den frühen Morgenstunden in das Automatencasino eingedrungen und hatten den 49-Jährigen mit Klebeband so fest geknebelt, dass dieser nicht mehr atmen konnte. Der Mann erstickte. Die Täter brachen die Geldautomaten in dem Laden auf und flüchteten mit dem darin befindlichen Geld.

Vier Verdächtige flüchteten nach Mainz, der fünfte versteckte sich in Berlin-Neukölln. Eine Spur vom Tatort führte die Ermittler zunächst nach Mainz, wo am 1. Dezember der erste mutmaßliche Täter festgenommen wurde. Über die Verbindungsdaten seines Telefons konnten die anderen Verdächtigen ermittelt werden - am 7. Dezember nahm die Mainzer Mordkommission drei weitere Männer fest.

Am Mittwoch wurde der letzte der fünf Verdächtigen, ein 37-Jähriger, in Neukölln festgenommen. Nach Angaben der Polizei haben drei der Männer die Tat in den Vernehmungen gestanden, die beiden anderen Verdächtigen streiten den Raubmord bislang ab. Mehrere der Männer sind bereits in der Vergangenheit durch Eigentumsdelikte aufgefallen.

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