Raubtaten in Berlin : Sonnenstudio, Tankstelle und Supermärkte überfallen

Bei Überfällen in Nikolassee, Wedding und Gesundbrunnen haben bewaffnete Räuber am Dienstagabend Beute gemacht. In Lankwitz wurde ein Verdächtiger festgenommen.

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Die Polizei sucht nach einem 39-Jährigen, der eine Frau in Neuruppin getötet haben soll.
Die Polizei sucht nach einem 39-Jährigen, der eine Frau in Neuruppin getötet haben soll.Foto: dpa/Archiv

Am Dienstagabend waren wieder bewaffnete Räuber in mehreren Bezirken unterwegs - die Polizei meldet aus Nikolassee, Wedding, Gesundbrunnen und Lankwitz insgesamt vier Raubüberfälle. Dreimal entkamen die Täter mit ihrer Beute, im vierten Fall wurde ein Verdächtiger kurz nach der Tat gestellt.

Bei dem Überfall auf eine Tankstelle in Nikolassee soll sogar geschossen worden sein - eine Angestellte erlitt einen Schock und musste ärztlich behandelt werden. Ansonsten gab es keine Verletzten.

Nikolassee: Räuber feuert Schuss ab

Um 18 Uhr wurde eine Tankstelle in der Potsdamer Chaussee in Nikolassee überfallen. Ein Einzeltäter hatte den Verkaufsraum betreten, eine 21-jährige Angestellte mit einer Pistole bedroht und Geld gefordert. "Zur Untermauerung seiner Forderung hätte der Mann einmal seitlich in den Verkaufsraum geschossen", sagte die Zeugin laut Polizeibericht aus.

Die 21-Jährige erlitt einen Schock, der von einem Arzt behandelt werden musste. Der Räuber entkam mit Bargeld.

Lankwitz: Wachmann stellt Räuber

Um 19 Uhr traf es einen Supermarkt in der Kaiser-Wilhelm-Straße in Lankwitz. Ein 30-jähriger Mann hatte ein Messer gezogen und einen Kassierer damit bedroht. Als er das Geld hatte, flüchtete der Räuber.

Weit kam er nicht: Laut Polizei nahm ein Wachmann die Verfolgung des Verdächtigen auf. Er folgte dem Räuber in die Lorenzstraße, wo der Verdächtige festgenommen wurde.

Wedding: Mit der Pistole ins Solarium

Um 20.20 Uhr wurde ein Sonnenstudio in der Müllerstraße in Wedding von einem Räuber heimgesucht. Der Mann hatte den Laden um 20.20 Uhr betreten. Er hatte sein Gesicht vermummt, in einer Hand hielt er eine Pistole. Damit drohte er einen 27-jährigen Angestellten. Die Frau musste die Kasse öffnen, der Räuber bediente sich selbst. Dann flüchtete er in Richtung des U-Bahnhof Leopoldplatz.

Gesundbrunnen: Räuberduo droht mit Kampfmesser

Der letzte von der Polizei gemeldete Raubüberfall ereignete sich um 22 Uhr in einem Supermarkt in der Brunnenstraße in Gesundbrunnen. Zwei Räuber stürmten den Laden, die anwesenden Kunden interessierten sie dabei nicht. Die Täter drohten einem 28-jährigen Kassierer mit einem mitgebrachten Kampfmesser - er solle die Kassenlade öffnen. "Der Angestellte machte den Räubern klar, nicht ohne weiteres die Kasse öffnen zu können", heißt es im Polizeibericht. Also hebelten die Täter die Kasse selber auf und griffen sich das Geld. Sie entkamen unerkannt.

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