Razzia bei Ärzten und Physiotherapeut : Sie sollen Leistungen für Tote abgerechnet haben

Drei niedergelassene Ärzte und der Betreiber einer Physio- und Ergotherapiepraxis werden von der Berliner Staatsanwaltschaft verdächtigt, betrügerisch abgerechnet zu haben. Am Donnerstag durchsuchten Polizeibeamte deshalb zwei Physio- und Therapieeinrichtungen sowie die Wohnungen der Mediziner.

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Razzia bei Ärzten wegen des Verdachts von Abrechnungsbetrug. Donnerstagfrüh haben Beamte des Landeskriminalamtes auf Anordnung der Staatsanwaltschaft insgesamt vier Wohnungen von Medizinern in Halensee, Westend und Pankow durchsucht sowie mehrere Arztpraxen und Physio- und Ergotherapieeinrichtungen in Charlottenburg und Marzahn. Im Mittelpunkt dieser Ermittlungen steht der 36-jährige Betreiber zweier Physio- und Ergotherapiepraxen. Er wird verdächtigt, zum Nachteil von Krankenkassen betrügerisch abgerechnet zu haben. Er behandelte vor allem Bewohner von Seniorenheimen und Wohneinrichtungen für Demenzkranke. Ihm wird vorgeworfen, er habe bei den Kassen ambulante Leistungen für Patienten eingereicht, die zum Behandlungszeitpunkt bereits verstorben waren oder sich in stationärer Behandlung befanden. Dabei soll er mit drei niedergelassenen Ärzten in Charlottenburg zusammengearbeitet haben, die für ihn entsprechende Heilmittelverordnungen ausstellten. Laut Polizei werden den vier Tatverdächtigen insgesamt 124 betrügerische Leistungsabrechnungen vorgeworfen.

 

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