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Razzia : Polizei durchsucht Vereinsheim der Bandidos

Ein Vereinsheim der Rocker Bandidos in Weißensee hat die Polizei am frühen Donnerstagmorgen durchsucht. Der Grund: Verdacht auf illegalen Waffenbesitz. Schon am Mittwoch hatte die Polizei elf Männer, darunter fünf Bandidos, in Moabit festgenommen.

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Wegen des Verdachts auf illegalen Waffenbesitz hat die Berliner Polizei am frühen Donnerstagmorgen ein Vereinsheim der Rockergruppierung Bandidos an der Streustraße in Weißensee durchsucht. Dabei kam auch ein Spezialeinsatzkommando zum Einsatz. Für den Einsatz habe ein richterlicher Durchsuchungsbefehl zur Gefahrenabwehr vorgelegen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Zu den Ergebnissen der Razzia konnte die Polizei am Donnerstagnachmittag noch keine Angaben machen.

Schon am Mittwochnachmittag hatte die Polizei elf Männer im Alter von 23 und 58 Jahren, darunter fünf Mitglieder der Bandidos, in Moabit vorübergehend festgenommen. Ein 41-jähriger Mann war zusammen mit Begleitern in ein Lokal am Friedrich-List-Ufer gegangen, um mit einem 53-jährigen Mitarbeiter der Gaststätte "private Streitigkeiten zu regeln", hieß es bei der Polizei. Im Büro des 53-Jährigen kam es zu einem Gerangel um ein Schlüsselband - laut Polizeiangaben aber ohne aktive Beteiligung der Bandidos. Ein Unbekannter alarmierte die Polizei, die mit einer Einsatzhundertschaft anrückte. Die Beamten beschlagnahmten mehrere Hieb- und Stichwaffen. Zehn der Männer wurden nach Aufnahme der Personalien wieder entlassen. Ein 24-Jähriger, der mit zwei Haftbefehlen wegen Betruges und Fahrens ohne Fahrerlaubnis gesucht wurde, blieb im Gewahrsam. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

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