Reinickendorf : Kinder überfielen 87-Jährige

Vor einem Altersheim in Reinickendorf überfielen drei Kinder eine 87-jährige Frau. Sie stürzte und zog sich einen Nasenbeinbruch zu. Einer der Täter wurde schon öfter aufgegriffen.

von

Schon mehrfach wurde der Zwölfjährige nach Straftaten von der Polizei aufgegriffen – und als strafunmündiges Kind wieder entlassen. Am Sonnabendnachmittag überfiel Lars S. (Name geändert) vor einem Altersheim mit zwei Komplizen eine 87-jährige Frau. In der Stargardtstraße vor dem Reinickendorfer „Senioren-Zentrum am Schäfersee“ wollten sie ihr die Handtasche entreißen. Dabei versetzten sie der alten Frau einen so heftigen Stoß, dass sie stürzte, sich das Nasenbein und einen Finger brach. Als ein Zeuge zu Hilfe eilte, ließ die Gruppe Kinder von ihrem Opfer ab. Zweien gelang die Flucht ohne Beute, Lars S. jedoch konnte der 44-jährige Passant festhalten und der Polizei übergeben.

Die 87-Jährige musste ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Sie wohnt nicht im Senioren-Zentrum, vor dem der Überfall geschah, sondern in der Nähe. Unklar blieb, ob die Kinder sich absichtlich dort aufhielten, wo viele gebrechliche Menschen unterwegs sind.

Das Präsidium konnte gestern nicht klären, durch welche Straftaten im einzelnen Lars S. bislang aufgefallen ist. Der Deutsche ist nicht als Intensivtäter registriert.  Der Vater holte seinen Sohn am Abend bei der Polizei ab, die Familie wohnt lediglich eine U-Bahn-Station vom Tatort entfernt. Unklar blieb am Sonntag, ob das Jugendamt über die Straftaten des Jungen informiert wurde. Die Namen seiner Komplizen verriet er am Sonnabend in der ersten Befragung durch die Polizei nicht. Er behauptete, die beiden nur vom Sehen zu kennen. Die Ermittler sind sich jedoch sicher, dass der Junge die Namen noch verraten wird.

Auch wenn er als Kind für die Tat nicht belangt werden kann, wird er noch einmal von der Polizei vorgeladen. Laut Zeugenaussage ist einer der Täter ein etwa 1,30 Meter großer, schlanker und sportlicher Südländer. Ha

Autor

79 Kommentare

Neuester Kommentar