Reinickendorf : Schüsse auf Rocker-Vereinsheim
28.10.2011 07:16 Uhr- Seit Monaten stehen die Rockerklubs in den Schlagzeilen - meistens deswegen, weil Mitglieder in Straftaten verwickelt sind. - Foto: dpa
- Die bekanntesten Rocker sind die Hells Angels, die sich seit 1973 in Deutschland ausbreiten. - Foto: dpa
- Sie stehen in Konkurrenz zu den Bandidos, die in den letzten Jahren gerade in Ostdeutschland viele neue Mitglieder aufnahmen. - Foto: ddp
Gegen 23.30 Uhr sah ein Zeuge laut Polizeiangaben zwei schwarz gekleidete Personen in der Quickborner Straße in Reinickendorf. Sie gaben offenbar mehrere Schüsse auf das dortige Vereinsheim des Rockerclubs Bandidos ab und flüchteten anschließend. Verletzt wurde niemand, es kam allerdings zu Beschädigungen an dem Vereinsschild und einer Fensterscheibe. Das Fachkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.
Vor knapp drei Wochen hatten Unbekannte versucht, das Clubhaus der Bandidos-Supporter-Gruppe "Harami" in der Koloniestraße in Mitte mit einem Gullydeckel einzuwerfen. Anschließend schleuderten sie mehrere Molotowcocktails gegen die Fassade des Gebäudes. Die Flammen konnten gelöscht werden.
Wenige Tage zuvor fielen Schüsse auf auf ein Tattoostudio der Bandidos in Reinickendorf.
Nach dem Verbot der Hells Angels in Frankfurt am Main droht eventuell demnächst auch den Berliner Höllenengeln eine Verbotsverfügung. Die Sicherheitsbehörden bereiten schon länger einen entsprechenden Antrag vor. Im Jahr 2009 wurde bereits in Brandenburg die Rockergruppe „Chicanos MC Barnim“ aus Eberswalde verboten. Die Gruppe sei ein Ableger der gewaltbereiten Bandidos, die sich in der Region mit den Hells Angels blutige Fehden lieferten, lautete die Begründung des Innenministeriums.












