Reizgasattacke in Berlin-Spandau : Verdächtige stellen sich nach Fotofahndung der Polizei

Nachdem die Polizei Aufnahmen einer Überwachungskamera veröffentlichte, haben sich zwei Männer gestellt. Sie sollen einen Busfahrer mit Reizgas besprüht haben.

Foto: dpa

Erneut haben Aufnahmen von Überwachungskameras zu einem Fahndungserfolg geführt: Nachdem die Polizei am Donnerstag wegen eines Überfalles auf einen Busfahrer Videobilder der mutmaßlichen Täter veröffentlicht hatte, stellten sich diese noch am gleichen Tag auf dem Polizeiabschnitt 21 in Spandau.

Die 19 und 20 Jahre alten Tatverdächtigen sollen am 8. Dezember gegen 19 Uhr einen BVG-Busfahrer im Spandauer Ortsteil Haselhorst mit Reizgas besprüht haben. Der Fahrer der Linie 236 hatte sie zuvor aufgefordert, wegen fehlender BVG-Tickets am Stop "Stadion Haselhorst" auszusteigen. Beim Verlassen des Busses sollen sie ihn dann mit Reizgas besprüht haben.

Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung im Polizeiabschnitt wurden die beiden jungen Männer am Donnerstag wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen sie läuft nun ein Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Debatte um Videoüberwachung

Nach einer brutalen Attacke auf eine Frau am U-Bahnhof Herrmannstraße begann in Berlin eine Debatte um den Einsatz von Öffentlichkeitsfahndungen und über Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Die Hauptfrage: bringt Videoüberwachung mehr Sicherheit? Die Gegner argumentieren, mehr Kameras verhinderten keine Straftaten. Die Befürworter setzten auf das Gegenteil und verweisen zudem auf aktuelle Fahndungserfolge dank Videoaufnahmen. Auch im Parlament wurde dies am Donnerstag heftig debattiert Dabei ging es um den Kompromiss der rot-rot-grünen Koalition.

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