Rentner wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen : Haft nach Brandanschlag

Weil sie ihn nicht mit in ihrem Auto übernachten lassen wollte, hat ein 67-jähriger Pole versucht, zwei seiner Landsleute umzubringen. Er hatte das Auto angezündet, in dem sie schliefen. Sie seien es nicht wert zu leben, habe er demnach gesagt.

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Nach einem Brandanschlag auf ein Auto, in dem zwei Männer schliefen, muss ein Rentner für sieben Jahre in Haft. Das Landgericht sprach den 67-Jährigen am Montag des versuchten Mordes schuldig. Jan M. habe sich heimtückisch rächen wollen, weil ihm ein zunächst versprochener Schlafplatz in dem Wagen versagt worden war. „Die sind es nicht wert zu leben“, habe er gemeint und einen Karton mit brennendem Papier unter das Auto geschoben. Seine Bekannten im Alter von 22 und 31 Jahren konnten sich unverletzt retten. Das Fahrzeug brannte aus.

Zwischen den Männern war es am 29. September 2012 auf einem Parkplatz in Steglitz zum Streit gekommen. Der aus Polen stammende M. hatte gehofft, dass er im Auto seiner Landsleute übernachten kann. „Da sie sich aber als Schurken erwiesen hatten, wollte ich ihnen Angst einjagen“, sagte er im Prozess. Dies sei eine Schutzbehauptung, hieß es im Urteil. Kurz nach der Tat hatte M. zugegeben, er habe sich gedemütigt gefühlt und sie verbrennen wollen. Das Gericht ging wegen einer Persönlichkeitsstörung von verminderter Schuldfähigkeit aus.

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