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S-Bahnhof Gesundbrunnen : Erst geklaut, dann zugestochen - Mann in Lebensgefahr

In der Nacht zu Sonntag ist ein Mann in Gesundbrunnen Opfer einer Messerattacke geworden. Die Täter flüchteten.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Lebensgefährlich verletzt wurde ein 23-Jähriger am Sonntagmorgen auf dem S-Bahnhof Gesundbrunnen. Wie die Polizei mitteilte, stieg er den bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen zufolge gegen 3.15 Uhr mit zwei Begleitern aus der S-Bahn aus. Auf dem Bahnsteig sei dem 23-Jährigen schlecht geworden und er musste sich übergeben.

Diese Situation sollen zwei unbekannte Männer ausgenutzt haben, indem sie versuchten, dem Mann ein Handy aus der Hosentasche zu stehlen. Der junge Mann soll dann, unterstützt durch seine Begleiter, versucht haben, die mutmaßlichen Diebe zur Rede zu stellen. Es kam zum Streit, in dessen Folge der 23-Jährige lebensgefährliche Stichverletzungen erlitt, die wenig später durch einen alarmierten Notarzt erstversorgt wurden. Die angreifenden Männer flohen in Richtung U-Bahnhof Gesundbrunnen.

Wegen der Attacke kam es auch zu Beeinträchtigungen im S-Bahn-Verkehr. Die Linien S 1, S 2 und S 25 konnten ab 4.26 Uhr über mehrere Stunden in Fahrtrichtung Süd (also gen Friedrichstraße) nicht in Gesundbrunnen halten. Vorübergehend war auch die Ringbahn aus Richtung Osten betroffen. Deren Züge mussten nach Angaben eines S-Bahn-Sprechers bis 5.40 Uhr in Gesundbrunnen durchfahren.

Um 9.40 Uhr war die Arbeit der Ermittler am Tatort abgeschlossen und der Bahnhof wieder von den Spuren des Vorfalls befreit, sodass S-Bahn wieder den regulären Betrieb aufnehmen konnte.

Erst am Donnerstag hatte es am U-Bahnhof Alexanderplatz eine Messerattacke gegeben, nachdem zwei Personengruppen auf dem Bahnsteig in Streit geraten waren.

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