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Schlägerei auf Bolzplatz : Messerstich endet für 18-Jährigen tödlich

Eine Schlägerei auf einem Bolzplatz in Neukölln endete am Sonntag für einen 18-Jährigen tödlich. Er war mit einem Messer niedergestochen worden. Zwei Tatverdächtige sind gefasst.

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Für die Ermittler scheint es offenbar schwierig zu sein, die genauen Umstände des Streits, der am Ende tödlich für einen 18-Jährigen endete, zu ermitteln. Doch nach bisherigen Erkenntnissen begann der Konflikt am Sonntagabend auf einem Bolzplatz nahe der Fritzi-Massary-Straße in Neukölln. Laut einem Ermittler soll es da zwischen einer größeren Gruppe zum Streit gekommen sein - offenbar weil einer sinngemäß sagte, "wie unterirdisch einer der Beteiligten Fußball spielt". Nach einem Handgemenge, gingen die Kontrahenten zunächst wieder auseinander.

Doch gegen 18.40 Uhr zogen mehrere aus der einen Gruppe vor das Haus des späteren mutmaßlichen Messerstechers: Sie verlangten von dem 39-Jährigen und seinem 34 Jahre alten Komplizen, auf die Straße zu kommen. Dort gab es wieder eine Schlägerei. Dabei erlitt einer aus der Gruppe, ein 18-jähriger Deutsch-Libanese, einen Messerstich in den Oberkörper. Er erlag wenig später seiner Verletzung im Krankenhaus. Sein 21 Jahre alter Begleiter wurde ebenfalls mit einem Messer verletzt, doch der Stich in den Oberarm war nicht lebensbedrohlich.

Noch am Tatort war der 39-jährige deutsche Tatverdächtige festgenommen worden. Seinem mutmaßlichen Komplizen gelang zunächst die Flucht. Doch am Montagmorgen stellte der 34-Jährige sich bei einem Polizeiabschnitt. Ob die beiden Männer in Untersuchungshaft kommen, ist derzeit noch unklar.

Bei den Ermittlungen entdeckte die Polizei in der Umgebung des Tatorts unterschiedliche Waffen - Messer und Knüppel -, was laut Polizei darauf schließen lässt, dass die Gruppe entsprechend gezielt und bewaffnet die Auseinandersetzung gesucht hatte.

Inwieweit die Beteiligten sich schon vor dem Streit kannten oder ob es weitere Motive für die Tat gibt, sei noch unklar. Die Ermittlungen der 2. Mordkommission dauern an.

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