Schöneweide : Feuerwehrmann in S-Bahn beraubt

Auf dem S-Bahnhof Schöneweide wurde ein 30-jähriger Feuerwehrmann am Montagnachmittag Opfer eines Raubüberfalls. Drei Männer hielten ihm ein Messer an die Kehle und forderten Geld.

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Zur Feuerwehr kam er, weil er Menschen helfen wollte. Die drei jungen Männer, die David Bandow am Montagnachmittag überfielen, hatten nicht einmal Respekt vor seiner Uniform. Am S–Bahnhof Schöneweide standen sie auf einmal im haltenden Zug, hielten ihm ein Messer an die Kehle und forderten Geld. 35 Euro gab er ihnen, danach sagten die Täter in gebrochenem Deutsch "Taschen leer!" Sein altes Telefon entrissen sie ihm, die Schlüssel ließen sie ihm.

Als dann das Signal zur Abfahrt ertönte, bekam er – möglicherweise als Strafe für die geringe Beute – einen Faustschlag ins Gesicht. Danach sprangen die Täter aus dem Waggon, zeitgleich schlossen sich die Türen, der Zug fuhr an. Helfen konnte ihm keiner, er war der einzige Fahrgast. An der nächsten Station, Oberspree, stieg er aus, atmete einmal durch und alarmierte dann mit seinem Diensttelefon die Polizei.

Bandow wollte vom Dienst nach Hause. Er ist seit zwei Monaten Auszubildender in der Feuerwehrschule in Schulzendorf. Zuvor war er zehn Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr, mehrmals in Afghanistan und Kosovo im Einsatz. Dass ein durchtrainierter 30-jähriger 1-Meter-86-Mann überfallen wird, zeigt nach Einschätzung des Opfers Skrupellosigkeit und Professionalität. "Die haben abgepasst, dass ich alleine im Waggon war." Am Dienstag fuhr Bandow wieder mit der S-Bahn nach Hause.

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