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Schwere Abbiegeunfälle in Berlin : Eine Radfahrerin stirbt, zwei werden schwer verletzt

Ein Laster hat am Mittwochmorgen an der Ecke Karl-Marx-Allee/Straße der Pariser Kommune eine Radfahrerin überfahren. Die Frau starb an der Unfallstelle, die Karl-Marx-Allee war drei Stunden lang stadteinwärts gesperrt. Auch in Reinickendorf und Mitte wurden Radfahrerinnen bei Abbiegeunfällen schwer verletzt.

Die Polizei sucht nach einem 39-Jährigen, der eine Frau in Neuruppin getötet haben soll.
Die Polizei sucht nach einem 39-Jährigen, der eine Frau in Neuruppin getötet haben soll.Foto: dpa/Archiv

Im morgendlichen Berufsverkehr haben sich am Mittwoch binnen 45 Minuten drei schwere Abbiegeunfälle ereignet, bei denen Radfahrerinnen getötet oder schwer verletzt wurden. In Friedrichshain starb eine Frau, in Mitte und Reinickendorf kamen eine 46-Jährige und eine 48-Jährige mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus.

An der Kreuzung Karl-Marx-Allee/Straße der Pariser Kommune wurde gegen 7 Uhr eine 39-jährige Radfahrerin von einem Laster überfahren. Sie erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der 31-jährige Lasterfahrer in der Karl-Marx-Allee Richtung Alexanderplatz unterwegs und wollte nach rechts in die Straße der Pariser Kommune abbiegen. Dabei erfasste er die 39-Jährige, die in gleicher Richtung unterwegs war, aber weiter geradeaus fahren wollte. Die Karl-Marx-Allee wurde nach dem Unfall zwischen Frankfurter Tor und Strausberger Platz stadteinwärts gesperrt, erst gegen 10.15 Uhr wurde die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.

Um 7.15 Uhr ereignete sich in Reinickendorf an der Kreuzung Gotthardstraße/Scharnweberstraße/Kapweg eine zweiter Unfall zwischen einem Lastwagen und einer Radfahrerin. Eine 48-Jährige radelte laut Polizei auf der Gotthardstraße in Richtung Kapweg. Beim Überqueren der Kreuzung wurde sie von einem Lastwagen erfasst, der aus der gleichen Richtung kam und nach rechts in die Scharnweberstraße abbiegen wollte. Die 48-Jährige kam mit schweren Kopf- und Brustverletzungen ins Virchowklinikum. Die Scharnweberstraße war laut Polizei zwischen Gotthardstraße und Ollenhauer Straße bis 9 Uhr gesperrt, auch hier kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Der dritte schwere Verkehrsunfall ereignete sich um 7.45 Uhr an der Ecke Gartenstraße/Tieckstraße in Mitte. Nach den ersten Ermittlungen der Polizei hatte eine 46-jährige Radfahrerin die Vorfahrtsregelung missachtet. Sie stieß gegen das Auto eines 26-Jährigen, der aus der Tieckstraße kommend in die Gartenstraße abbiegen wollte. Die Radfahrerin stürzte und zog sich Knochenbrüche und Kopfverletzungen zu.

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