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Schwerpunktkontrollen der Berliner Polizei : Gurt anlegen, Handy weg vom Steuer!

"Gurt- und Handysünder" - so nennt es die Polizei - werden ab heute bei einer Schwerpunktaktion in Berlin gezielt ins Visier genommen. Die Kontrollen sind bis zum Sonntag im gesamten Stadtgebiet: Also anschnallen und Handy weg!

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Wer am Steuer telefoniert, fährt weniger konzentriert. Die Polizei will das bis zum 16. März verstärkt im Blick behalten.
Wer am Steuer telefoniert, fährt weniger konzentriert. Die Polizei will das bis zum 16. März verstärkt im Blick behalten.Foto: dpa

Autofahrer aufgepasst: Die Polizei bündelt ihre Kräfte für ihre Schwerpunktaktion von heute bis zu diesem Sonntag und kontrolliert, ob der Gurt angelegt und das Handy nicht während der Fahrt am Ohr ist. Seit heute früh morgens stehen die Beamten im Umfeld von Grundschulen und Kindertagesstätten und überprüfen, ob die Kinder, die her gefahren werden, auch ordnungsgemäß im Kindersitz beziehungsweise auf der Sitzerhöhung befestigt sind.

Der Grund der Schwerpunktaktion ist laut Polizei klar: Denn obwohl die Gefahren bekannt sind, verzichteten nach wie vor viele Autofahrer und deren Beifahrer darauf, sich anzugurten. "Sie nehmen dadurch schwere Verletzungen im Falle eines Verkehrsunfalls in Kauf. Mitfahrende Kinder, die nicht durch entsprechende Rückhalteeinrichtungen gesichert werden, sind in besonderem Maße gefährdet und daher ganz speziell auf das Verantwortungsbewusstsein der Erwachsenen angewiesen", heißt es bei der Polizei.

Zuletzt hatte es im September 2013 eine vergleichbare Verkehrssicherheitsaktion gegeben: Damals hatten 2.027 Fahrzeugführer nicht die vorgeschriebenen Sicherheitsgurte angelegt, 162 Kinder waren zudem nur unzureichend oder gar nicht gesichert.

Ein häufig ignoriertes Verbot

Unabhängig von der Aktion im September wurden im ganzen Jahr 2013 insgesamt 16.521 derartige Verstöße geahndet. "Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen und damit einhergehend die Bereitschaft, das eigene Leben sowie das der Kinder leichtsinnig aufs Spiel zu setzen", berichtet die Polizei.

Auch das Verbot, ein Mobil- oder Autotelefon während der Fahrt zu nutzen, wird von vielen Fahrern ignoriert und das Ablenkungspotenzial dieser Geräte unterschätzt. Immerhin droht Radfahrern ein Verwarnungsgeld in Höhe von mindestens 25 Euro und Autofahrern sogar eine Geldbuße von mindestens 40 Euro sowie ein Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg. Und dennoch wurden bei der vergangenen Verkehrssicherheitsaktion 1.670 Auto- und Radfahrer bei Handyverstößen festgestellt.

Insgesamt gab es im vorigen Jahr 19.710 solcher Verstöße.

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