SEK stoppt Raub-Serie : Millionenbeute bei 18 Banküberfällen

18 Mal zogen zwei Brüder los, bedrohten Bank-Angestellte, fesselten sie zum Teil sogar - und erbeuteten so Millionen. Das SEK hat die Serie nun gestoppt und die Männer festgenommen. Doch von dem Geld ist nicht viel übrig.

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18 Banküberfälle waren es in gut sechs Jahren. Als das Brüderpaar am Freitagabend zu Überfall 19 starten wollte, wartete bereits das Sondereinsatzkommando (SEK). Nach intensiven Ermittlungen waren die Ermittler den beiden auf die Spur gekommen und hatten sie observiert. Die Spezialkräfte überwältigten die beiden Berliner im Alter von 49 und 52 Jahren dann am Pastor-Niemöller-Platz in Niederschönhausen – vor einer Postbank. Ihr Vorgehen sah immer so aus: Kurz vor oder nach den Öffnungszeiten drängten die beiden maskierten Brüder in die Filialen, bedrohten die Angestellten mit Waffen und ließen sich dann Geld aushändigen. Teilweise waren die Angestellten auch gefesselt worden. Immer waren es Filialen der Postbank; die Beute soll zusammen eine Million Euro betragen. Alleine bei einem Überfall im Januar 2010 in Neukölln waren es 100 000 Euro, andere Überfälle wie Ende November letzten Jahres in der Pankower Hauptstraße scheiterten dagegen, hier vertrieb eine Alarmanlage die Täter. 15 Taten waren es in Berlin, drei im Umland. Teilweise hatten sich die gebürtigen Berliner, die seit in einiger Zeit in Feldberg (Mecklenburg-Vorpommern) leben, als Handwerker getarnt.

Frank und Ralf H. sollen das Geld dem Vernehmen nach zur Finanzierung ihrer Spielsucht benötigt haben. Einer der beiden Männer soll zudem drogenabhängig sein. Aufgefallen war den Ermittlern seit Jahren, dass ein Teil der Postbanküberfälle von zwei Tätern mit Berliner Dialekt verübt werden. Eine zweite Serie war teilweise parallel von zwei Libanesen verübt worden, sie waren 2008 festgenommen worden. Bei ihrer Vernehmung lasen die Ermittler den beiden Berlinern die Liste der offenen Fälle der letzten Jahre vor und sie gestanden: „Das waren wir.“ Die Männer wurden am Sonnabend dem Haftrichter vorgeführt. Ihnen drohen hohe Haftstrafen. 2011 waren zwei weitere Postbankräuber zu acht und zehn Jahren verurteilt worden.

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