Serienmorde an Schwulen in Berlin : Gutachter nennt Allmachtsfantasien

Drei schwule Männer soll er im Frühling 2012 mit K.o.-Tropfen umgebracht haben. Der Gutachter vor Gericht nannte Allmachtsfantasien als Motiv.

Ein mutmaßlicher Mörder von drei Schwulen in Berlin ist nach einem psychiatrischen Gutachten strafrechtlich voll verantwortlich. Es sei ihm um „Allmachtsfantasien und Unterwerfung“ gegangen, sagte der Gerichtsmediziner am Freitag vor dem Berliner Landgericht. Psychische Störungen wurden nicht diagnostiziert. Der 38 Jahre alte Grundschulreferendar soll im April und Mai 2012 drei Männer mit K.o.-Tropfen umgebracht haben. Der Angeklagte hatte vorsätzliche Tötungen bestritten: Es seien Unfälle beim Sex gewesen.

Laut Anklage wollte der 38-Jährige aus Habgier mit einer Überdosis Liquid Ecstasy töten. Der Referendar erbeutete nach den Taten aber nur rund 400 Euro. Aus Sicht des Gerichtsmediziners war Raub „nicht das zwingende Motiv“. Zwei Männer starben in ihren Wohnungen, einer in einer Schwulenbar. Zwei weitere Männer überlebten. (dpa)

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