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Sexueller Missbrauch : „Das waren keine Doktorspiele“

Der Vater der Siebenjährigen, die von einem Mitschüler missbraucht worden sein soll, hat sich zu dem Vorfall geäußert. An den Schilderungen seiner Tochter zweifelte er keine Sekunde.

T. Buntrock,S. Dassler

An den Schilderungen seiner Tochter zweifelte der Vater keine Sekunde. „Sie kam Ende vergangene Woche zu mir und sagte, dass sie Schmerzen im Intimbereich habe“, sagt der Vater der siebenjährigen Julia (alle Namen geändert). Danach habe sie ihm erzählt, dass vier Jungen aus ihrer Klasse sie festgehalten hatten. Ihr Mitschüler Cem habe dann versucht, mit dem Finger in sie einzudringen. „Das ist ihm nur nicht gelungen, weil er es nicht schaffte, ihre Unterhose herunterzuziehen“, sagt der Vater. Seinen Namen möchte er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht in der Zeitung lesen.

Wie berichtet, hatte der Schulleiter der Fritzlar-Homberg-Grundschule in Tiergarten den siebenjährigen Schüler Cem B. aufgrund des Vorfalls bis zum 9. Juli vom Unterricht suspendiert. Begründet wird dies in einem Brief an die Eltern mit einem „sexuellen Übergriff“. Julias Vater hatte den Vorfall vom vergangenen Freitag dem Schulleiter gleich am Montagmorgen geschildert. „Ich habe gesagt, dass die Schule sicherstellen soll, dass so etwas nie wieder vorkommt. Ansonsten sorge ich dafür, dass die Schule erhebliche Probleme bekommt.“ Der Vorfall habe seiner Ansicht nach eindeutig die Grenzen weit überschritten: „Das waren keine Doktorspiele mehr.“

Den Brief der Schulleitung an Cems Eltern und die Suspendierung vom Unterricht findet Julias Vater angemessen. „Die Schule musste ja auf den Vorfall reagieren.“ Allerdings hält er die Reaktion der Eltern Cems, die sich an die türkischen Medien wandten und behaupteten, ihr Sohn habe das Mädchen nur „geschubst und gekitzelt“ für sehr bedenklich. „Der Junge galt sowieso schon als verhaltensauffällig in der Klasse. Wenn die Mutter ihn nun auf eine andere Schule schicken will, dann frage ich mich, welche Schule diesen Jungen annimmt.“

Julias Vater sei es wichtig gewesen, mit dem Jungen ein persönliches Gespräch zu führen. Dies fand am Donnerstag vor dem Schul-Sommerfest statt. Er habe Cem gefragt, warum er das getan hat. „Nur aus Spaß“, habe der Junge geantwortet. „Daraufhin habe ich ihm erklärt, dass das für ein Mädchen, das gegen ihren Willen festgehalten wird, nichts mit Spaß zu tun hat“, berichtet Julias Vater.

Er betont, dass der Junge nach seinen bisherigen Erkenntnissen in „schwierigen Verhältnissen“ groß geworden ist. „Der Junge tut mir leid. Es ist wichtig, dass ihm jetzt von außerhalb geholfen wird.“

Seine Tochter habe den Vorfall nach seiner Einschätzung gut verkraftet. Einen ängstlichen oder traumatisierten Eindruck mache sie nicht. Der Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann sagte dem Tagesspiegel, gerade jüngere Kinder würden solche Vorfälle gut verkraften, wenn sie in intakten Verhältnissen leben: „In diesem Fall haben die Eltern ihre Schutzfunktion, die für das Kind extrem wichtig ist, erfüllt.“ Bergmann warnte davor, solche Vorfälle zu bagatellisieren oder tabuisieren: „So etwas muss aufgearbeitet werden, schon deshalb weil unsere Kinder in einer extrem sexualisierten Medienwelt aufwachsen.“

Das für Cem zuständige Jugendamt hat bereits Kontakt zu der Familie des Jungen aufgenommen, sagte die Stadträtin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler. Auch wenn die genauen Umstände noch geklärt werden müssten, nehme man den Fall sehr ernst. „Wir suchen zunächst gemeinsam mit den Eltern nach Hilfsmöglichkeiten“, sagte Schöttler: „Gerade bei einem Siebenjährigen kann eine solche Hilfe ja noch viel bewirken.“

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