Spätis und Supermarkt in Berlin : Drei Überfälle mit Reizgas

Dreimal Reizgas, dreimal Bares aus der Ladenkasse: Auf ähnliche Weise haben unterschiedliche Täter Montagabend und Dienstagfrüh in zwei Spätis und einem Supermarkt in Kreuzberg, Neukölln und Adlershof Geld erbeutet.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Drei ganz ähnliche Überfälle haben sich am Montagabend und in der Nacht zu Dienstag auf Spätis in Kreuzberg und Adlershof sowie einen Supermarkt in Neukölln ereignet. Dreimal setzten die Täter Reizgas ein, dreimal erbeuteten sie Bares. Allerdings deutet derzeit nichts darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen den Fällen geben könnte.

Um 20.45 Uhr betraten etwa vier bis sechs Maskierte einen Späti mit Bistro am Mehringplatz in Kreuzberg. Einer der Männer sprühte einem 20-jährigen Mitarbeiter Reizgas ins Gesicht, ein Komplize griff sich die Geldkassette. Über Mehringplatz und Lindenstraße suchte die Truppe das Weite. Der Angestellte erlitt Hautreizungen am Arm und im Gesicht und kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Zwei Stunden später suchten drei Unbekannte zielstrebig die einzige offene Kasse eines Supermarktes am Kiehlufer in Neukölln auf, bedrohten eine 54-jährige Kassiererin und einen 53-jährigen Kunden mit einem Hammer und einem Messer. Den Mann attackierten sie mit Reizgas, weitere Kunden flüchteten sich schon allein wegen des Geschreis der Täter in den hinteren Teil des Marktes. Das Trio brach daraufhin die Kasse auf und entwidmete Bares. Mit einem dunklen Kleinwagen entkamen die Täter. Der mit Reizgas besprühte Mann erlitt leichte Verletzungen.

Geld und Zigaretten erbeuteten schließlich zwei Maskierte, die gegen 1.45 Uhr den 34-jährigen Mitarbeiter eines Spätis in der Dörpfeldstraße in Adlershof mit Pfefferspray attackierten. Anschließend öffneten die Räuber die Kasse, entnahmen Geld und griffen sich aus einem Regal noch mehrere Zigarettenschachteln. Mit ihrer Beute flüchteten sie dann aus dem Laden in unbekannte Richtung. Der Überfallene erlitt Reizungen an den Augen und musste von der Besatzung eines alarmierten Rettungswagens behandelt werden.

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