Spandau : 43-Jähriger gerät nach Suizid unter Mordverdacht

Ein 43-jähriger Mann hat sich in der Nacht zu Montag das Leben genommen – nun ermittelt die Mordkommission und prüft einen Zusammenhang zu dem Mord an dem 23-jährigen Sebastian N., der am 24. Juli getötet worden war. Beide Opfer wohnten im selben Haus in der Stichstraße in der Spandauer Wilhelmstadt.

Tanja Buntrock

Markus K. soll am Montag gegen 1 Uhr seine von ihm getrennt lebende Ehefrau angerufen und um Hilfe gerufen haben. Als die Frau in der Wohnung des Mannes ankam, habe sie ihn mit schweren Stichverletzungen vorgefunden. Markus K. starb kurz darauf in einem Krankenhaus. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich mit großer Wahrscheinlichkeit selbst mit einem Messer getötet hat. „Auch wenn dies eine sehr ungewöhnliche Art des Suizids ist, gibt es dafür deutliche Anzeichen“, sagte ein Beamter.

Im selben Haus war am 24. Juli Sebastian N. ums Leben gekommen. Zunächst sah es so aus, als sei er während eines Brandes in seiner Wohnung gestorben. Doch die Ermittler der Polizei gehen aufgrund der Verletzungen – es soll sich ebenfalls um Stichwunden gehandelt haben – von einem Kapitalverbrechen aus. Für entscheidende Hinweise zur Aufklärung des Falls wurden 5000 Euro Belohnung ausgelobt. Nun schließen die Ermittler nicht aus, dass es Markus K. war, der den 23-Jährigen umgebracht hat. Das Motiv der Tat werde noch untersucht. tabu

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