Spandau : Feuerwehr löscht Brand im Siemens-Gebäude

Entwarnung: Über dem Siemens-Gebäude in der Spandauer Nonnendammallee stand eine große Rauchsäule. Zwischenzeitlich kämpften 150 Feuerwehrleute seit Dienstagmittag gegen die Flammen. Mittlerweile konnte der Brand gelöscht werden.

Florian Ernst
Siemens Brand
Feuer. Im Spandauer Siemens-Werk kämpft die Feuerwehr am Dienstag gegen die Flammen. -Foto: ddp

Berlin Eine hohe Rauchsäule schlug gegen Mittag aus dem Spandauer Siemens-Werk an der Nonnendammallee 104. Bürger alarmierten die Feuerwehr, die mit 150 Einsatzkräften gegen die Flammen kämpfte. Das Werksgelände mit etwa 1000 Mitarbeitern wurde komplett evakuiert, über Verletzte ist bisher nichts bekannt. Der Brand entwickelte sich offenbar in der Galvanik des Werks, wo Metallteile in Flüssigkeitsbädern gereinigt werden. Vermutlich hatten zwei Ölwannen Feuer gefangen, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Die Löscharbeiten wurden durch die schwere Zugänglichkeit der zweigeschossigen Bauten und die starke Rauchentwicklung erschwert. Die Dachkonstruktion war offenbar durchgebrannt und musste von außen mit Schaum gelöscht werden. Auch als die Rauchentwicklung nach 14 Uhr schwächer wurde, war der Brand noch nicht unter Kontrolle. Inzwischen konnte das Feuer jedoch gelöscht werden. Drei Feuerwehrleute wurden leicht verletzt, zwei von ihnen erlitten Verätzungen. Das Landeskriminalamt hat Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen.

Die Feuerwehr hatte zudem mehrere Messfahrzeuge im Einsatz. Eine Gesundheitsgefährdung entstand nach Angaben des Sprechers nicht. Auch nach Einschätzung eines Siemens-Sprechers bestand keine Gefahr für Mitarbeiter oder Bevölkerung. Zur Höhe des entstandenen Schadens machte der Sprecher keine Angaben.

Das Werk ist nach Unternehmensangaben das größte Schaltgerätewerk der Welt. Es werden Schalt-, Steuer- und Regelsysteme für Anlagen der Nieder- und Hochspannungen produziert. (jg/ddp)

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