Polizei & Justiz : Spektakuläre Fälle

TRICK MIT BAUSCHAUM


Der spektakulärste Berliner Kunstdiebstahl der jüngeren Vergangenheit fand am 20. April 2002 im Dahlemer Brücke-Museum statt. Ein Einbrecher-Trio stülpte Tüten über die Kameras, verklebte die Alarmanlage mit Bauschaum und stieg durch ein Fenster ein. Als die automatisch alarmierte Polizei vorfuhr, waren die drei Täter mit der Beute längst weg.

BILDNIS ZERSCHNITTEN

Die Diebe erbeuteten neun expressionistische Gemälde von Erich Heckel, Emil Nolde, Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner im Wert von 3,6 Millionen Euro. Sie wurden im Zuge der Ermittlungen vier Wochen nach dem Einbruch in eine Tempelhofer Wohnung sichergestellt – eingerollt in einer Tasche. Von Pechsteins „Jungem Mädchen“ fehlte eine Hälfte.

TÄTER VERURTEILT
Zwei der Einbrecher wurden bald gefasst und mit vier Helfern im Dezember 2002 und Januar 2003 zu mehrjährigen Haftstrafen wegen Diebstahls und Hehlerei verurteilt. Der dritte Dieb, der als Drahtzieher galt, war untergetaucht. Die Gemälde wurden restauriert, auch die zweite Hälfte des Pechstein-Gemäldes war wiedergefunden worden. ac

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