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Stadtweite Durchsuchungen : Polizei zerschlägt Kreditkartenbetrüger-Bande

Die Polizei hat eine Bande von Internetbetrügern zerschlagen: Bei einer Razzia heute früh wurden stadtweit 16 Wohnungen durchsucht. Gegen drei Männer erging Haftbefehl.

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Die groß angelegte Durchsuchungsaktion der Staatsanwaltschaft und der Polizei startete heute früh gegen sechs Uhr. Insgesamt 160 Beamte nahmen sich 16 Wohnungen in verschiedenen Bezirken der Stadt vor, um nach Beweismaterial zu suchen. Gegen drei Verdächtige lag bereits ein Haftbefehl wegen gewerbsmäßigen Betrugs vor: Sie sollen in großem Stil Urkundenfälschung begangen, Kreditkartenbetrug und so genanntes Phishing betrieben haben. Beim Phishing (zusammengesetzt aus Password und Fishing) werden beispielsweise Kontozugangsdaten erschlichen; dann überweisen Betrüger Geldbeträge vom Opferkonto auf Konten von vorher angeworbenen "Finanzagenten". Und die wiederum transferieren das Geld weiter ins Ausland. Oder aber die Kriminellen verschicken gefälschte Mails, in denen Bankkunden aufgefordert werden, ihre Kontonummern und Passwörter einzugeben, erklärte ein Ermittler.

Die mutmaßlichen Betrüger, ein 31-jähriger Tschetschene, ein 32-jähriger Litauer und ein 28-Jähriger aus Dagestan wurden verhaftet. Neben diversem Beweismaterial beschlagnahmten die Beamten auch 53.000 Euro in verschiedenen Währungen. Zudem fanden die Ermittler Diebstahlgut aus verschiedenen Einbrüchen im Bundesgebiet. Die Ermittler prüfen nun, ob die Beute den Tatverdächtigen zugeordnet werden kann.

Über die Schadenssumme und die Anzahl der betrogenen Kunden konnte die Polizei noch keine genauen Angaben machen.

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