Statistik : Weniger Angriffe auf BVG-Leute

Geschlagen, angepöbelt oder angespuckt werden - das gehört für Berliner Busfahrer fast zum Alltag. Doch die Zahl der Attacken ging im vorigen Jahr von 554 auf 326 zurück.

Geschlagen, angepöbelt, angespuckt – das gehört für Busfahrer fast zum Alltag. Erst in der Nacht zu Dienstag kam es wieder zu einem solchen Vorfall in Kreuzberg: Ein Fahrgast bespuckte den 44-jährigen Fahrer der Linie N6 an der Haltestelle Mehringbrücke und flüchtete. Doch trotz der vielen Anfeindungen und Angriffe, die Mitarbeiter der BVG über sich ergehen lassen müssen, ist die Zahl der Attacken im vorigen Jahr zurückgegangen, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz.

326 Attacken auf BVG-Beschäftigte zählte das Unternehmen im Vorjahr. 2007 waren es noch 554, im „Spitzenjahr“ 2005 sogar 709 Fälle. Dabei seien vor allem Kontrolleure und Sicherheitspersonal Opfer von Angriffen gewesen. Gleich danach folgen die Busfahrer. Im vergangenen Jahr gab es 135 schwere Fälle, durch die Mitarbeiter mehr als drei Tage arbeitsunfähig waren, sowie 191 leichte Fälle (ein Tag arbeitsunfähig).

Den Rückgang der Zahlen begründet Reetz damit, dass die anderen Mitreisenden „solche Attacken nicht mehr tolerieren“. Sie würden häufig Solidarität mit dem Busfahrer zeigen. Auch die Tatsache, dass bald alle der 1300 bis 1400 BVG-Busse sowie ein Drittel der U-Bahnen mit Kameras ausgestattet seien, habe „abschreckende Wirkung“ auf die Täter. „Sie merken, dass nach solchen Angriffen nach ihnen gefahndet wird und auch harte Strafen folgen können“, erklärt Reetz. Derzeit erhielten alle alten Busse eine spezielle Sicherheitsscheibe, die den Fahrer schützen soll. Die neuen Fahrzeuge haben diese Vorkehrung bereits. tabu

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