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Stein- und Flaschenwürfe : Krawalle nach Demo in Kreuzberg

Nach einer linken Demonstration in Kreuzberg flogen am Samstagabend bis in die frühen Morgenstunden Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Polizisten. Die sogenannte Mediaspree-Demo verlief am Nachmittag verlief friedlich.

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Lichterloh. Neben Böllern, Steinen und einem Brandsatz wurden die Polizisten in Kreuzberg auch mit sogenannten Bengalischen Feuern beworfen. Insgesamt 34 Beamte wurden verletzt. 33 Personen wurden festgenommen, gegen einen Täter erging inzwischen Haftbefehl. Weitere Bilder anzeigen
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17.07.2011 10:30Lichterloh. Neben Böllern, Steinen und einem Brandsatz wurden die Polizisten in Kreuzberg auch mit sogenannten Bengalischen Feuern...

Nach einer friedlich verlaufenen Demonstration zur Erinnerung an den vor zehn Jahren beim G8-Gipfel in Genua von Polizisten getöteten Italiener Carlo Giuliani ist es am Samstagabend in Kreuzberg zu vereinzelten Ausschreitungen gekommen. Rund 400 Autonome, darunter der für Krawall berüchtigte „Schwarze Block“, sammelten sich um 22 Uhr auf dem Lausitzer Platz. Bei der Polizei angemeldet war diese Demo nicht; die Beamten waren mit mehreren Hundertschaften präsent.

Gleich zu Beginn wurde die Lage unruhig, als Autonome Böller zündeten und in die Seitenstraßen stürmten. „Die Stimmung ist aggressiv“, hieß es bei der Polizei. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden Beamte von Demonstranten aus der linksalternativen Szene mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Mehrere Personen seien vorübergehend festgenommen worden.

Kurz vor Mitternacht kam es zu Auseinandersetzungen einzelner Gruppen mit der Polizei. Die Krawalle, an denen sich laut Polizei bis zu 500 Personen beteiligten, dauerten bis zum frühen Sonntagmorgen an.
Nach Angaben des Sprechers steht die Randale in keinem Zusammenhang mit einer Demonstration gegen das Stadtentwicklungsprojekt Mediaspree in Friedrichshain am Samstag.

Von dort waren zwischen 1.600 und 2.000 Menschen am Abend über die Oberbaumbrücke nach Kreuzberg gezogen. Diese Kundgebung verlief aber ohne Zwischenfälle. Polizeiangaben hatten zunächst auf einen Zusammenhang zwischen beiden Demonstrationen schließen lassen. (mit dapd)

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