Strafanstalten : Verdächtige JVA-Beamte versetzt

Das Verschwinden von 17 Gegenständen im Gefängnis in Tegel hat Konsequenzen. Die beiden Justizbeamten, die verdächtigt werden, die Sachen aus der Asservatenkammer gestohlen zu haben, wurden versetzt.

Das sagte Justizsprecher Daniel Abbou. Nach Angaben der Justizverwaltung geht es um T-Shirts, Rasierapparate, Schokoriegel, aber auch um ein Laptop.

Wie berichtet, war am Mittwoch bekannt geworden, dass Gegenstände aus der Asservatenkammer, in der Eigentum der Häftlinge aufbewahrt wurde, verschwunden waren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Justizbeamte und einen Gefangenen. Einer der Beamten war beobachtet worden, wie er mit einem Radio aus der Kammer kam. Suspendiert werden könne er jedoch nicht, „da es sich um ein ausgesondertes Radio handelte, das niemandem mehr gehörte und noch in der Kammer war“, sagte Abbou.

Der justizpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sven Rissmann, kritisierte, dass der Justizsprecher die „Zettelwirtschaft“ in der JVA dafür verantwortlich macht. Abbou widersprach: „Nicht die Zettelwirtschaft ist verantwortlich, sondern das System der Inventarisierung auf Zettelbasis ist nicht genau genug.“ Deshalb würden ab kommendem Jahr die Gegenstände per Computer erfasst werden. Rissmann hingegen bezweifelt, dass die Umstellung auf ein Computersystem „die Lösung des Problems sein soll“. tabu

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