Strecke Berlin-Hamburg bei Falkensee : Wildschwein stoppt ICE

Auf der Strecke Berlin-Hamburg hat ein ICE am Mittwochabend ein Wildschwein erfasst, der Fahrer musste eine Notbremsung hinlegen. Die 380 Passagiere mussten lange warten, bis es weiterging.

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Ein Wildschwein (hier ein Symbolbild) hat am Mittwochabend bei Falkensee einen ICE gestoppt.
Ein Wildschwein (hier ein Symbolbild) hat am Mittwochabend bei Falkensee einen ICE gestoppt. Das Tier wurde beim Zusammenprall...Foto: dpa/Patrick Pleul

Ein Unfall mit einem Wildschwein hat am Mittwochabend dafür gesorgt, dass der Zugführer des ICE 706 eine Gefahrenbremsung einleiten musste. Der Zug stand rund eine Stunde im Bahnhof Finkenkrug in Falkensee (Landkreis Havelland), während sich Bahnmitarbeiter und Feuerwehr die Schäden anguckten. Beide Gleise der Strecke mussten gesperrt werden, es kam es zu Zugverspätungen im Fern- und Zugausfällen im Regionalverkehr.

Zunächst war unklar, was den Unfall verursacht hatte

Der Unfall hatte sich gegen 18.40 Uhr ereignet. Der ICE 706 auf der Strecke Berlin-Hamburg hatte kurz vor Falkensee ein Wildschwein erfasst. Der Lokführer konnte zunächst nur sagen, dass er "Etwas" erfasst hatte; nach der Kollision leitete er eine Notbremsung ein. Die 380 Passagiere des ICE wurden dabei laut Bundespolizei nicht verletzt.

Der ICE kam im Bahnhof Finkenkrug zum Stehen; die Passagiere wurden aufgefordert, den Zug nicht zu verlassen. Dann suchten Bahnmitarbeiter und Bundespolizisten die Strecke nach dem "Etwas" ab.

Zugführer erlitt einen Schock

Schließlich entdeckten die Beamten an der Strecke die Überreste des Wildschweins. Der ICE war durch den Aufprall leicht beschädigt worden, war aber noch fahr- und funktionstüchtig. Nach einer Stunde war der Kadaver des Tieres geborgen, die Gleise der Strecke wurden wieder freigegeben.

Nach Angaben eines Bahnsprechers mussten Fernverkehrszüge umgeleitet werden; Regionalzüge endeten zeitweilig bereits im Bahnhof Falkensee. Die Bundespolizei sprach von "zahlreichen Verkehrsbeeinträchtigungen" infolge des Wildunfalls.

Der ICE konnte seine Fahrt erst mit zweistündiger Verspätung fortsetzen: Der Lokführer hatte bei dem Unfall einen Schock erlitten und musste seinen Dienst beenden, ein Ersatzmann musste nach Finkenkrug gebracht werden.

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