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Streit zwischen Flüchtlingen : Ein Schwerverletzter bei Messerattacke am Alexanderplatz

Wieder Gewalt am Alex: Bei einer Auseinandersetzung zwischen Flüchtlingen wurde ein Syrer niedergestochen. Der Täter wurde festgenommen.

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Am Alexanderplatz muss die Polizei immer wieder anrücken.
Am Alexanderplatz muss die Polizei immer wieder anrücken.Foto: Doris Spiekermann-Klaas TSP

Bei einer Auseinandersetzung am Alexanderplatz ist am Donnerstagnachmittag ein 22-Jähriger mit einem Messer schwer verletzt worden. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten den Verletzten in ein Krankenhaus.

Ein 24 Jahre alter Tatverdächtiger konnte von Bundespolizisten am Tatort direkt vor dem Bahnhof festgenommen werden. Dem Vernehmen kannten sich die beiden aus Syrien stammenden Männer. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts übernommen. Der 24-Jährige soll am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden - mit dem Ziel der Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie.

Immer wieder Gewalt - und ein Todesfall

Kriminalität ist am Alex seit langer Zeit ein Thema. Immer wieder kommt es zu brutalen Angriffen oder Massenschlägereien. Noch in diesem Jahr will der Senat eine Polizeiwache auf dem Alexanderplatz eröffnen. Die Debatte um Gewalt am Alexanderplatz hatte nach der Attacke auf Johnny K. begonnen, die Tat jährt sich am Sonnabend zum fünften Mal. Der damals 20-Jährige war am 14. Oktober von einer Gruppe junger Männer angegriffen und totgeprügelt worden. Die sechs aus der Türkei stammenden Täter wurden Haftstrafen ohne Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt, der Haupttäter Onur U. bekam wegen Körperverletzung mit Todesfolge viereinhalb Jahre. In den vergangenen Monaten hatte es mehrfach Schlägereien oder Gewalttaten zwischen Flüchtlingen dort gegeben.

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