Tagung : Internationaler Rechtskongress: Folter gegen Terror?

Kann Folter ein rechtsstaatliches Mittel sein im Kampf gegen Terrorismus? Diese und andere Fragen diskutieren rund 2500 Wissenschaftler aus 70 Ländern ab Mittwoch beim weltweit bedeutendsten Rechstkongress in Berlin.

BerlinZu einem internationalen Rechtskongress treffen sich ab Mittwoch rund 2500 Wissenschaftler aus 70 Ländern in Berlin. Der Weltkongress unter dem Titel "Law and Society in the 21st Century" ("Recht und Gesellschaft im 21. Jahrhundert") ist die weltweit größte und bedeutendste Konferenz zur interdisziplinären Rechtsforschung, wie eine Sprecherin der gastgebenden Humboldt-Universität mitteilte.

Diskutiert wird bis Samstag unter anderem, ob Folter ein rechtsstaatliches Mittel im Kampf gegen den Terror sein kann, welche Rolle ethnische Herkunft, soziale Schicht und Geschlecht vor Gericht spielen und ob es ein Recht auf gesunde Umwelt gibt.

Wissenschaftler berichten aus der Rassismus-Forschung und postkolonialen Studien. In rund 600 Arbeitsgruppen werden Themen von Globalisierung und Menschenrechten bis hin zu Familie und Religion behandelt. Zu den prominenten Teilnehmern zählen unter anderen drei derzeitige und ehemalige Mitglieder der Bundesverfassungsgerichtes, Brun-Otto Bryde, Jutta Limbach und Dieter Grimm sowie Verfassungsrichter aus Polen und Spanien. (mit ddp)

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