Taschendieb in Tegel festgenommen : Ein geliehener Mercedes führt auf seine Spur

Dank aufmerksamer Zeugen ist ein Taschendieb am Dienstag festgenommen worden. Die Polizei nahm ihn bei der Rückgabe eines geliehenen Mercedes in Empfang.

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Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Taschendiebe werden in Berlin selten gefasst. Wie berichtet, ermittelt die Polizei bei diesem Delikt auch nur noch, falls die Opfer genügend Angaben für eine aussichtsreiche Fahndung machen können. Dass sich solche Beobachtungen lohnen, zeigt die Festnahme eines 36-jährigen Langfingers am Dienstagabend: Dieser soll am vergangenen Montag in einem Charlottenburger Café zweimal erfolglos versucht haben, Gäste zu bestehlen. Als dies entdeckt wurde, flüchtete er in einem geliehenen Mercedes - und beging in einem Kreuzberger Restaurant wenig später einen weiteren Diebstahl, der diesmal gelang.

Die Fahnder ermittelten die Autovermietung

Da er auch dort mit dem selben Mercedes-Wagen die Flucht ergriff, ermittelte die Kriminalpolizei die beteiligte Niederlassung der Autovermietung. Es handelte sich um ein Geschäft am Flughafen Tegel. Dort wurde der mutmaßliche Taschendieb dann von Polizisten erwartet und festgenommen, als er den Mercedes zurückbringen wollte.

Im Jahr 2015 registrierte die Polizei rund 40.400 Taschendiebstähle in Berlin. Die Aufklärungsquote lag extrem niedrig bei 4,2 Prozent. Denn häufig können die Bestohlenen keine Angaben zu Täter, Tatort oder Tathergang machen, weil sie den Diebstahl zum Beispiel erst erheblich später bemerken. Ähnlich ist es bei Fahrraddiebstählen. Auch dort beträgt die Aufklärungsquote nur knapp vier Prozent - bei rund 32.200 gemeldeten Fällen im Jahr 2015.

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