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Tier nicht angeleint : Hund läuft vor Rad: Rentnerin nach Sturz im Krankenhaus

Ein ohne Leine laufender Hund brachte am Samstagabend eine Radlerin in Nikolassee zu Fall. Die 72-Jährige verletzte sich so schwer, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste.

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Die Rentnerin fuhr gegen 19 Uhr auf dem Uferweg am Schlachtensee, rund 400 Meter hinter dem S-Bahnhof in Richtung Terrassenstraße, wie es bei der Polizei hieß. Plötzlich kam rechts aus dem Wald ein unangeleinter Hund und rannte der Frau vor das Rad. Die 72-Jährige stürzte vom Fahrrad und verletzte sich dabei so schwer, dass sie zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus kam. Der Sohn der Verletzten, der ebenfalls anwesend war, notierte sich die Adresse der mutmaßlichen Halterin von einem Schülerausweis. Gegen sie wird jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Wie es bei der Polizei hieß, sei der Unfall auf der Seite des Schlachtensees passiert, "wo sich kein Hundeauslaufgebiet befindet". Unangeleintes Ausführen von Hunden ist aber nur in den ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten gestattet. Ansonsten gilt im Wald ausnahmslos Leinenpflicht, meldet das Ordnungsamt Stegltiz-Zehlendorf auf der eigenen Internetseite. "Hier gilt das Landeswaldgesetz", sagte Christof Wüllner vom Projektbüro "Stadt und Hund". Anders sieht es im Stadtgebiet aus, wo das Berliner Hundegestz gilt. Auf öffentlichem Straßenland, also auch auf Gehwegen und Plätzen gelte keine Leinenpflicht, sofern keine Menschenansammlung vorhanden ist, wie etwa Wartende an einer Bushaltestelle, schildert Wüllner. Ab wann jedoch eine Menschenansammlung vorhanden ist, sei oft Interpretationssache, weshalb viele Streitfälle vor Gericht landeten.

In Parks und Grünanlagen besteht nach dem Grünanlagen-Gesetz grundsätzlich Leinenpflicht für Hunde. Ohne Leine dürfen sich die Tiere in den speziellen Hundeauslaufarealen, die in einigen Parks vorhanden sind, bewegen. So beispielsweise im Volkspark Hasenheide in Neukölln.

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