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Tödlicher Arbeitsunfall : Bauarbeiter von Erdmassen verschüttet

Ein Bauarbeiter ist in Frohnau am Freitagmorgen in einer Baugrube verschüttet worden und dabei ums Leben gekommen. Die Feuerwehr muss die Leiche nun bergen.

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Der Notruf "Person verschüttet" ging um 9.34 Uhr bei der Feuerwehr ein. Sofort fuhr ein Großaufgebot in die Burgfrauenstraße nach Frohnau. Dort lag ein 33-jähriger Bauarbeiter verschüttet in einer Grube. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nähere Angaben zu seiner Person konnten die Behörden noch nicht machen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde "eine Seite des dortigen Familienhauses bis zur Bodenplatte ausgebuddelt", sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Mann befand sich in dem etwa drei Meter tiefen Schacht. Plötzlich gaben das Erdreich und der mehrere Meter hohe Aushub nach, hieß es. "Das sind mehrere Tonnen Gewicht die da auf den Oberkörper drücken und die Lungen einquetschen", vermutet ein Feuerwehrsprecher.

Die Rettungskräfte müssen nun das Erdreich mit Holzbohlen abstützen, um zu verhindern, dass weitere Erdmassen abrutschen. Erst wenn alles stabilisiert ist, könne die Leiche geborgen und zur Gerichtsmedizin gebracht werden.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (Lagetsi) ist eingeschaltet.

Nach Angaben des Lagetsi-Sprechers Robert Rath verunglücken im Jahr durchschnittlich zehn erwerbstätige Bauarbeiter bei Arbeitsunfällen tödlich. Im vorigen Jahr gab es elf tödliche und zwölf schwere Arbeitsunfälle. In diesem Jahr wurden bislang drei Arbeiter getötet und fünf schwer verletzt. Der jüngste Fall und der genaue Grund des Unfalls würden nun untersucht, sagte er.

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