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Totalschaden in Berlin-Prenzlauer Berg : Nach Öl-Unfall: Schönhauser Allee wird Donnerstag saniert

Bei Arbeiten an Straßenbahnschienen sind in der Nacht zu Mittwoch hunderte Liter Öl auf die Schönhauser Allee ausgetreten. Es ist rutschig, deshalb sperrte die Polizei die Straße. Nun muss die Straße abgefräst werden.

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Und sie putzen und wischen und schrubben - die Reinigungsdienste geben alles auf der Schönhauser Allee. Vergebliche. Viel muss nun abgefräst werden.
Und sie putzen und wischen und schrubben - die Reinigungsdienste geben alles auf der Schönhauser Allee. Vergebliche. Viel muss nun...Foto: Kai-Uwe Heinrich

Es war ein kleiner Unfall mit stundenlangen Folgen: Weil in der Nacht bei einem BVG-Fahrzeug der Hydraulik-Schlauch geplatzt ist und sehr viel Öl auf die Schönhauser Allee lief, ging am Morgen im Berufsverkehr gar nichts mehr - die Straße war nämlich glatt, sehr glatt. Nach zwölf Stunden Reinigung war dann am Mittwochmittag klar: Die Straße muss saniert werden.

"Das Öl wurde inzwischen abgebunden, jedoch wurde festgestellt, dass der Straßenbelag in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Belag muss abgefräst und neu aufgebracht werden", teilte die Verkehrsinformationszentrale am Mittag mit. Die Schönhauser Allee ist zwischen Danziger und Wisbyer Straße gesperrt.

Am Nachmittag meldete sich dann auch Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner zu Wort. Der Grünen-Politiker sagte, dass 400 Quadratmeter nicht mehr zu retten sein. Dort werde der Asphalt nun vier Zentimeter abgefräst und erneuert. Die Arbeiten beginnen demnach am Donnerstagmorgen und enden am späten Donnerstagnachmittag, soweit die Hoffnung im Bezirksamt. Die Kosten liegen seinen Angaben zufolge bei 25.000 Euro. Wer die Kosten übernimmt? Erst einmal das Bezirksamt, sagt der Stadtrat, verweist aber auf das "Verursacherprinzip" - also die BVG.

Der Unfall geschah um 1 Uhr in der Nacht, als die Leitung bei dem Schleifmaschinenfahrzeug der BVG geplatzt war. Daraufhin floss nach den Worten einer Polizeisprecherin "jede Menge Öl aus". Wie viel genau lässt sich kaum sagen, aber der Tank eines solchen Fahrzeugs fasst rund 450 Liter, und davon floss ein großer Teil über die gesamte Fahrbahnbreite. Zeitweilig stand das Öl auf einer Länge von über 50 Meter auf der Schönhauser Allee etwa fünf Zentimeter hoch. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen aus.

Feuerwehr, BSR, Polizei: Alle sind seit der Nacht im Einsatz

Und nicht nur die: "Wir waren ab 2 Uhr im Einsatz", hieß es in der BSR-Zentrale. Die Feuerwehr hatte nach eigenen Angaben das Öl "auf 300 Metern Länge" mit einem weißen Pulver inzwischen "abgebunden". Und auch die BSR hat die Fahrbahn gereinigt. Die blieb allerdings nach wie vor so glatt, dass sie für den Autoverkehr gesperrt bleiben muss, hieß es in der Polizeizentrale am Mittag - elf Stunden nach dem Unfall. Die Sicherheitsbehörden sprachen von einem "sehr ungewöhnlichen Öl-Unfall". Autos und Fahrradfahrer und auch die Straßenbahn hatte auf der rutschigen Piste kaum bremsen können.

Das Hydraulik-Öl ist sehr zähflüssig

Das Hydraulik-Öl sei extrem zähflüssig, berichten Einsatzkräfte vor Ort. Das Bindemittel der Feuerwehr wirke nur sehr, sehr langsam - zumal die Menge sehr groß sei. Auch von ersten umgesetzten Autos war die Rede, weil das Öl sich seinen Weg suchte.

Zwischenzeitlich war auch der Straßenbahnverkehr unterbrochen. Gegen 8 Uhr hatten sich Spezialisten von Polizei und Bezirksamt vor Ort getroffen, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten. Aktuell ist die Schönhauser Allee ab der Danziger Straße bis zur Gneiststraße stadtauswärts weiter gesperrt. Wann die Sperrung aufgehoben werden kann, ist bisher unbekannt.

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Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten Bilder aus dem hippen/dreckigen/juten, alten Neukölln (je nach Alter und Herkunft).Und stellen zwei knifflige Fragen: In welchem Ortsteil steht das Karstadt am Neuköllner Hermannplatz? Genau, in Kreuzberg (der Bürgersteig ist die Grenze, das überragende Dach gehört zu Neukölln). Und wer sind die beiden Figuren in der Mitte? Das "tanzende Pärchen" steht dort seit den 80ern, erschaffen wurde es von Joachim Schmettau und drehte sich früher sogar mal. Moment: Joachim Schmettau ... Schmettau? Ja, genau, das ist auch der Mann vom markanten Wasserklops am Europa-Center.Weitere Bilder anzeigen
1 von 96Foto: Kitty Kleist-Heinrich
14.01.2016 08:38Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten...

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