Treptow : Hohe Strafen für Jugendliche nach Raubüberfall

Drei junge Männer haben im vergangenen Jahr zwei Jugendliche am S-Bahnhof Schöneweide brutal zusammengeschlagen. Jetzt sind sie verurteilt worden.

BerlinDie Männer im Alter von 18 bis 21 Jahren wurden vom Berliner Landgericht wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu Jugendstrafen von 18 Monaten auf Bewährung bis drei Jahre und acht Monate Haft verurteilt worden. Sie hatten im Februar vergangenen Jahres zwei Jugendliche verprügelt und beraubt. Eines der Opfer hatte infolge eines Trittes gegen den Kopf eine Schädelprellung erlitten. Sein Begleiter blieb weitestgehend unverletzt.

Im Prozess waren die Angeklagten im Wesentlichen geständig. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der jüngste und kleinste Angeklagte den Streit mit einem Opfer anfing und dieser als Erster zuschlug, weil er dessen Schuhe "abziehen wollte". Schließlich schlugen und traten auch die beiden Mitangeklagten auf den Jugendlichen ein und raubten am Ende dessen Rucksack. Als der Geschädigte und sein Begleiter in eine Straßenbahn flüchteten, wurde das zweite Opfer von dem 20-jährigen Angeklagten mit einem Tritt gegen den Kopf zu Fall gebracht und aus der Bahn gezogen.

Mit ausgestreckten Beinen ins Gesicht gesprungen

Zeugen berichteten, dass der Angeklagte mit ausgestrecktem Bein dem Opfer ins Gesicht sprang, woraufhin dieser "wie eine Kerze umfiel". Danach wurde das Opfer noch mit Tritten misshandelt. Während der 21-jährige Angeklagte nur "mitgemacht hatte" und dafür die niedrigste Strafe bekam, erhielt der 20-jährige Mittäter unter Einbeziehung mehrerer Vorverurteilungen die höchste Strafe. Er hatte die Tat während eines Freigangs begangen. (kj/ddp)

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