Treptow-Köpenick : Fahrkartenautomat gesprengt - stundenlang kein Bahnverkehr in Altglienicke

Ein Lokführer bemerkte Mittwochfrüh den gesprengten Automaten am Bahnsteig. Das Landeskriminalamt ermittelt.

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Laut Bundespolizei hielten vier Stunden lang keine Züge an der Station Altglinicke.
Laut Bundespolizei hielten vier Stunden lang keine Züge an der Station Altglinicke.Foto: Screenshot Twitter

Ein Fahrkartenautomat wurde gesprengt - schon wieder. Diesmal am S-Bahnhof Altglienicke, Züge hielten deswegen am Mittwochmorgen vier Stunden lang nicht an der Station. Ein Lokführer bemerkte Mittwochfrüh den gesprengten Automaten am Bahnsteig. Das Berliner Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

In den vergangenen Wochen wurden immer wieder Fahrscheinautomaten in Berlin gesprengt.

Vor zwei Wochen sprengten Unbekannte am U-Bahnhof Wutzkyallee in Gropiusstadt einen Fahrscheinautomaten. Kurz davor ist bei einer Explosion am U-Bahnhof Neu-Westend die Rückwand des Automaten auf die Gleise geschleudert worden, ein Zug konnte rechtzeitig abbremsen und einen Zusammenstoß verhindern.

Bei einer Detonation am U-Bahnhof Siemensdamm wurde vor 10 Tagen die Decke des Bahnhofs beschädigt, am S-Bahnhof Mexikoplatz wurde ein Geldautomat zerstört. Die für die U-Bahn zuständige BVG hat darum verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Die Bahn habe die Sicherheitsmaßnahmen bereits 2015 erhöht, sagte ein Sprecher.

Seitdem werden Automaten mit Farbpatronen ausgestattet, die bei einer Sprengung das Geld einfärben, so dass es unbrauchbar wird. Die Patronen seien allerdings nicht in allen Automaten, aber allein durch die Möglichkeit, dass das Verbrechen sich am Ende für die Täter nicht lohnt, seien die Vorfälle zurückgegangen, heißt es bei der S-Bahn. Ob so eine Patrone auch in Altglinicke eingebaut war, konnte der Sprecher nicht sagen.

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