Trickbetrug : Falsche Polizisten unterwegs

Sie haben es auf alte Menschen abgesehen, und geben sich als Polizisten aus: Gleich zweimal wurden Rentner am Donnerstag in Wilmersdorf und Zehlendorf Opfer von Betrügern - ihr Schmuck und Geld sind nun weg.

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In der Emser Straße in Wilmersdorf hielt ein Mann gegen 14 Uhr einem 80-Jährigen an der Wohnungstür einen grünen Ausweis vor und gab sich als Kriminalpolizist aus. Der vermeintliche Beamte erzählte dem Rentner, in einer anderen Wohnung des Hauses sei eingebrochen worden und nun müsse geprüft werden, ob auch bei ihm etwas fehle. Der Betrüger ging mit seinem Opfer in dessen Wohnung. Nachdem er es geschafft hatte, den Mieter abzulenken und an die Wertsachen zu gelangen, verließ er unter einem Vorwand die Wohnung: Er sagte, er müsse nur schnell die Kamera holen. Doch der Mann kehrte nicht zurück. Da bemerkte der Rentner, dass Schmuck und Geld fehlten.

Ähnliches spielte sich gegen 15.45 Uhr in der Mörchinger Straße in Zehlendorf ab. Ein Unbekannter klingelte an der Wohnungstür einer 92-jährigen Frau, zeigte einen angeblichen Polizeiausweis vor und gab an, von der Kripo zu sein. Wegen eines angeblichen Einbruchs bat er um Einlass. Er ließ sich unter dem Vorwand polizeilicher Ermittlungsarbeit zeigen, wo die Frau ihren Schmuck und ihr Geld aufbewahrte. Dann bat er die betagte Frau sogar noch, die Nummer ihres Personalausweises auf einem Zettel zu notieren. Anschließend verließ der vermeintliche Polizist die Wohnung. Sein Opfer bemerkte kurz darauf, dass die Wertgegenstände fehlten.

Bereits am Mittwoch hatte sich ein Unbekannter gegen 16 Uhr Zutritt zur Wohnung einer 73-Jährigen in der Livländischen Straße in Wilmersdorf verschafft. Auch er gab vor, Polizeibeamter zu sein, ließ sich unter einem Vorwand Geld aushändigen und verschwand anschließend wieder.

Die Polizei warnt: Fremde Personen sollten nicht in die Wohnung gelassen werden. Polizisten und auch Mitarbeiter anderer Institutionen müssen sich mit entsprechenden Ausweisen legitimieren können. In Zweifelsfällen sollte der Notruf 110 gewählt werden. Abbildungen der offiziellen Dienstausweise und Kriminaldienstmarken der Berliner Polizei finden sich im Internet unter dem Link http://www.berlin.de/polizei/wir-ueber-uns/dienstgrade.html

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