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U-Bahnhof Lichtenberg : Polizei sucht Zeugen von rechtsextremem Übergriff

Im U-Bahnhof Lichtenberg wurde am vergangenen Sonntagmorgen ein 27-Jähriger durch einen Fußtritt schwer verletzt. Der mutmaßlich rechtsextreme Angreifer und sein Begleiter konnten fliehen.

Timo Kather
Die Berliner Polizei (Symbolbild).
Die Berliner Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

Der junge Mann - 27 Jahre alt - hatte den U-Bahnhof Lichtenberg am Sonntagmorgen gegen 4.40 Uhr betreten. Er wurde von einem 27-Jährigen und einer 26-Jährigen begleitet. Auf dem Bahnhof trafen sie auf einen Mann, der auf einer Bank saß und die Neuankömmlinge laut Polizei sofort anpöbelte. Der Mann trug nach ersten Erkenntnissen Kleidung einer Marke, die vor allem bei Angehörigen der rechten Szene beliebt ist - deshalb gab ihm die 26-Jährige zu verstehen, dass sie kein Interesse an einer Diskussion habe.

Darauf schien der Pöbler gewartet zu haben. Er gab sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei als Mitglied der rechten Szene zu erkennen und fragte, ob man damit etwa ein Problem habe. In das nun folgende Streitgespräch mischte sich auch ein anderer Mann ein, der bisher telefoniert hatte und laut Polizei offensichtlich zu dem rechten Pöbler gehörte. Es gab ein Handgemenge, in dessen Verlauf der Mann mit dem Telefon dem 27-Jährigen aus dem Stand ins Gesicht trat. Der 27-Jährige erlitt durch den Tritt so schwere Verletzungen im Augenbereich, dass er ins Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen werden musste.

Angreifer und Begleiter flüchteten

Unterdessen waren andere Leute auf die Auseinandersetzung aufmerksam geworden und kamen dem Angegriffenen zur Hilfe. Der Rechtsextremist und sein Begleiter flüchteten aus dem Bahnhof. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich mit dem Polizeilichen Staatsschutz beim Landeskriminalamt unter der Telefonnummer (030) 4664 - 953 310 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Von besonderem Interesse für die Ermittler sind zwei Männer, die versuchten, schlichtend in das Geschehen einzugreifen.

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