Udo Hansen : Senat stellt neuen Polizeichef vor: Favorit gilt als Hardliner

Am Dienstag will Innensenator Ehrhart Körting (SPD) den neuen Polizeipräsidenten im Senat vorstellen. Udo Hansen ist der Favorit für die Nachfolger von Dieter Glietsch, der Ende Mai in Pension ging.

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Udo Hansen gilt als Hardliner und Favorit.
Udo Hansen gilt als Hardliner und Favorit.Foto: ddp

Ein halbes Jahr nach Ende des Bewerbungsschlusses will Innensenator Ehrhart Körting (SPD) am Dienstag den neuen Polizeipräsidenten im Senat vorstellen. Wie berichtet, soll Udo Hansen Nachfolger von Dieter Glietsch werden, der Ende Mai in Pension ging. Hansen ist Körtings Wunschkandidat, sein Name ist der letzte, der in den vergangenen Monaten bekannt geworden ist. Da der Polizeipräsident nicht mehr vom Parlament gewählt werden muss, gilt die Besetzung mit Hansen als sicher. Dem Vernehmen nach hatte Körting schon vor Monaten beim Koalitionspartner Linkspartei vorgefühlt, ob sie Hansen mittragen würde. Denn der frühere Bundespolizist gilt trotz seines SPD-Parteibuches als Hardliner, vor allem durch sein resolutes Vorgehen gegen Asylbewerber auf dem Flughafen Frankfurt (Main) 1999.

Verzögert wurde die Besetzung, weil viel Rücksicht auf Amtsvorgänger Glietsch genommen wurde, der dem Vernehmen nach jede Zusammenarbeit mit einem Nachfolger abgelehnt hatte. Zudem hatte einer der unterlegenen Kandidaten, der Berliner Direktionsleiter Klaus Keese, seine vor Monaten geäußerte Drohung wahrgemacht und gegen das Bewerbungsverfahren geklagt. Doch vor zwei Wochen hatte das Verwaltungsgericht die Ablehnung Keeses bestätigt. Seit dem 1. Juni leitet Vizepräsidentin Margarete Koppers die Behörde kommissarisch.

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