Überfall in Reinickendorf : Zweiter Tatverdächtiger in Haft

Bewegung im Fall des getöteten Geldboten: Die Polizei hat einen weiteren Verdächtigen festgenommen, der an dem Postraub in Reinickendorf beteiligt gewesen sein soll. Noch immer sucht die Polizei nach Bernd Mersiowsky - er gilt als besonders gefährlich.

BerlinDer 55-jährige Jens S. aus Wilmersdorf wurde unter dringendem Tatverdacht des gemeinschaftlichen Raubmordes bereits am Donnerstag von Spezialeinsatzkräften der Polizei in seiner Wohnung festgenommen. Auf die Spur des Mannes seien die Ermittler bei Untersuchungen im persönlichen Umfeld des bereits Anfang November festgenommenen Walter L. gekommen. Nach dem dritten Tatverdächtigen, dem als besonders gefährlich eingestuften Bernd Fredi Mersiowsky, wird den Angaben zufolge weiter gefahndet. Unterdessen hat Walter L. Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge am Freitag seine bisher bestrittene Tatbeteiligung eingeräumt.

Der Geldtransporter war am 29. Oktober vor einem Postamt in der Oranienburger Straße im Reinickendorfer Ortsteil Wittenau überfallen worden. Im Eingangsbereich vor dem Gebäude eröffneten die Täter das Feuer, das der Wachmann erwiderte. Der 53 Jahre alte Geldbote wurde getroffen und verstarb kurze Zeit später. Danach flüchteten die Täter.

Der jetzt festgenommene Jens S. hat eine laienhaft versorgte Schusswunde, in der sich noch eine Kugel befindet. Jetzt wird geprüft, ob er durch einen Schuss des Wachmanns verletzt wurde. Auch Mersiowsky soll verletzt sein, am Tatort fanden die Ermittler Blutspuren von ihm, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. (mit ddp)

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