Unbeaufsichtigte Adventskerze : Nach Bürobrand: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Finanzsenator

Am Sonnabend zerstörte ein Feuer das Dienstzimmer von Finanzsenator Ulrich Nußbaum - ausgelöst wurde es von einer Adventskerze. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen den Senator.

von
Nach den Brandschutzbestimmungen der Finanzverwaltung sind brennende Kerzen nicht verboten.
Nach den Brandschutzbestimmungen der Finanzverwaltung sind brennende Kerzen nicht verboten.Foto: dpa

„Nach jetzigem Ermittlungsstand kann der Brand durch eine Adventskerze ausgelöst worden sein, die in der Sitzecke im Senatorenbüro stand. Nach den Brandschutzbestimmungen der Finanzverwaltung sind brennende Kerzen nicht verboten“, teilte die Finanzverwaltung am Montag mit. Doch wegen der Folgenschwere des Brandes, bei dem wesentliche Teile des Dienstsitzes zerstört und auch Menschen in Gefahr gebracht wurden, wird laut Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) ermittelt.

Der Finanzsenator hatte laut Pressestelle sein Büro am Freitagnachmittag verlassen; eine Erinnerung daran, ob zu diesem Zeitpunkt eine Adventskerze brannte, habe der Senator nicht. Das Dienstzimmer sei wie üblich offen und erleuchtet geblieben, da die Räume regelmäßig noch einmal begangen würden. Außer Fenstern und Mobiliar seien, soweit ersichtlich, keine Amtsdokumente zerstört wurden.

22 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben