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Unfall bei der BVG in Berlin-Mahlsdorf : 77-Jähriger stirbt nach Sturz im Bus

Am 31. Mai stürzte ein Senior in der Buslinie 398 in Mahlsdorf. Nun ist der 77-Jährige gestorben. Die Polizei sucht Unfallzeugen.

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Beleidigung und Schläge in einem Bus der BVG (Symbolfoto).
Beleidigung und Schläge in einem Bus der BVG (Symbolfoto).Foto: dpa

Ein 77 Jahre alter Mann aus Köpenick ist am Samstag an seinen schweren Verletzungen gestorben, die er sich bei einem Sturz in einem BVG-Bus am 31. Mai zugezogen hatte. Laut Polizei war der Mann an jenem Tag um 10.20 Uhr an der Haltestelle S-Bahnhof Mahlsdorf in der Hönower Straße mit seiner 74-jährigen Frau in einen Bus der Linie 398 gestiegen. Der Bus war in Fahrtrichtung U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz unterwegs.

Der Busfahrer fuhr an, bevor der Senior sich hingesetzt hatte. "Der Unfall geschah direkt an der Haltestelle, unmittelbar nach der Abfahrt", hieß es bei der Polizei. Der 77-Jährige stürzte und zog sich dabei eine Platzwunde am Kopf zu. Er war ansprechbar, alle Beteiligten gingen von einer leichten Verletzung aus.

Erst später im Krankenhaus wurde festgestellt, dass sich der Senior mehrere Brüche an der Wirbelsäule zugezogen hatte. Der 77-Jährige erholte sich nicht mehr von den Verletzungen und starb am 23. Juli im Krankenhaus. "Wir müssen davon ausgehen, dass der Mann infolge des Sturzes gestorben ist", hieß es bei der Polizei. Eine Obduktion des Leichnams soll nun über die genaue Todesursache Aufschluss geben.

"Es geht jetzt um einen Verkehrsunfall mit einer getöteten Person", sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Offenbar waren die Beamten vor Ort zunächst nicht von einem derart folgenschweren Nachspiel ausgegangen. Nicht alle Fahrgäste im Bus wurden als Zeugen aufgeschrieben. Die Aussage dieser Personen wird nun aber benötigt. "Wir suchen jetzt Zeugen, um das Unfallgeschehen ganz genau nachvollziehen zu können", sagte die Sprecherin. Unklar war am Dienstag, ob es Videoaufzeichnungen des Unfalls aus dem Bus gibt. Sämtliche BVG-Busse sind videoüberwacht, die Aufzeichnungen werden aber aus Datenschutzgründen nach 48 Stunden gelöscht, wenn nicht rechtzeitig ein entsprechender Antrag gestellt wird.

Die BVG rät den Fahrgästen, sich während der Fahrt festzuhalten. Durch ein scharfes Bremsen hat es schon tödliche Unfälle gegeben. Oft müssen Fahrer mit diesem Manöver auf ein falsches Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer reagieren.

Hin und wieder sind sie aber auch zu schnell. Nach Angaben eines Fahrgastes musste vor kurzem ein Fahrer der Linie 735 in Schönefeld, der mit Tempo in eine unübersichtliche Kurve gefahren war, in der dann ein Lastwagen entgegenkam, so heftig bremsen, dass sich eine Frau verletzte. Sie war gegen eine Sitzlehne geschleudert worden – von ihrem Sitzplatz aus.

Wer den Unfall am 31. Mai miterlebte, den Sturz des Mannes beobachtet hat oder sonstige sachdienliche Angaben machen kann: Der Verkehrsermittlungsdienst nimmt unter (030) 4664 - 672 800 die Anrufe von Zeugen entgegen. Wie immer kann auch jede andere Dienststelle der Polizei kontaktiert werden.

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