Unfall im Drogenrausch : Mann stürzte vom Balkon in den Tod

Bei einem tragischen Unfall ist am Montag in Mitte ein Mann von einem Balkon gestürzt und gestorben - Schuld waren offenbar Drogen, die er mit einem Freund zuvor konsumiert haben soll. Die Polizei ermittelt nun die Hintergründe.

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Es waren Passanten, die gegen 15.30 Uhr die Polizei zu einem Wohnhaus in der Spandauer Straße in Mitte riefen, nachdem sie einen nackten Mann an einer Balkonbrüstung in der sechsten Etage hatten hängen sehen. Danach stürzte der Unbekleidete in die Tiefe. Als die Beamten eintrafen, lag der schwer verletzte Mann auf einem unter dem Balkon befindlichen Vordach im ersten Obergeschoss. Rettungskräfte brachten den 30-Jährigen in eine Klinik, in der er laut Polizei kurz darauf aufgrund der erlittenen Kopfverletzungen starb.
Im Zuge der Ermittlungen in der betroffenen Wohnung fanden die Polizisten einen ebenfalls nackten Mann schlafend auf der Couch und nahmen ihn vorläufig fest. Im Polizeigewahrsam leistete der 37-Jährige bei der Blutentnahme erheblichen Widerstand, trat um sich, so dass sich ein Polizei-Angestellter den Arm brach. Der Polizist kam in ein Krankenhaus und beendete danach seinen Dienst.
Nach den derzeitigen Erkenntnissen hatten beide Männer vor dem Unglück Drogen konsumiert. Welche das waren, konnte die Polizei noch nicht sagen. Dies müsse bei der Obduktion geklärt werden. Im Rausch lief der Jüngere auf den Balkon "und fiel ohne Zutun des Anderen in die Tiefe". Der 37-Jährige, bei dem Betäubungsmittel gefunden worden waren, wurde ins Rauschgiftkommissariat gebracht. Nach seiner Vernehmung wurde er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt. Er muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung verantworten. Laut Polizei ist der 37-Jährige bereits polizeibekannt - allerdings blieb unklar warum.

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