Unfall in Potsdam : Drei Stunden im Zug gefangen - wegen eines Vogels

150 Fahrgäste mussten in einem Regionalexpress unfreiwillig drei Stunden sitzen bleiben. Ein Vogel hatte einen Spannungsüberschlag verursacht. Mehrere Züge fielen ganz aus.

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Durch einen Spannungsüberschlag ist es zwischen Potsdam-Rehbrücke und Wilhelmshorst zu einem Oberleitungsschaden bei der Deutschen Bahn gekommen. Auslöser war nach Angaben der Bundespolizei ein Vogel, der sich am Sonntagabend auf die Leitung gesetzt hatte, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte. Die 150 Fahrgäste des Zuges konnten demnach erst nach drei Stunden ihre Reise fortsetzen.

Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte der Vogel einen Spannungsüberschlag verursacht, durch den ein Tragseil des Strommastes gerissen war. Der Regionalexpress musste seine Fahrt gegen 17.55 Uhr auf freier Strecke für fast drei Stunden unterbrechen. "Eine Weiterfahrt der 150 Fahrgäste durch Ersatzbusse war wegen der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich", schreibt die Bundespolizei.

14 Züge fielen aus, etliche hatten Verspätung

Eine Ersatzlok zog den Zug schließlich um 20.30 Uhr zum Bahnhof Michendorf gezogen. Von dort hätten die Reisenden ihren Weg mit Ersatzbussen fortgesetzt. Es gab noch weitere Folgen: Mehrere Züge mussten umgeleitet werden, 14 Züge erhielten insgesamt 171 Minuten Verspätungen und drei Züge fielen aus. Schlusswort Bundespolizei: "Der Vogel überlebte das Ereignis nicht."

Der vergessene Hauptbahnhof von Potsdam
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07.11.2017 14:05Eisenbahneromantik. Einer der zwei oberen Bahnsteig in Potsdam-Pirschheide. Schienen liegen hier nicht mehr. Aber das könnte sich...

Noch härter hatte es wie berichtet Fahrgäste in Bayern getroffen. Dort war ein ICE zwischen Ingolstadt und München gegen einen umgestürzten Baum auf den Gleisen geprallt. Von den 200 Passagieren sei bei dem Unfall am Sonntagabend niemand verletzt worden, sagte ein Sprecherin der Deutschen Bahn. Allerdings saßen sie die halbe Nacht im Zug fest. Erst am Montagfrüh gegen 4 Uhr erreichten die Reisenden mit fast sechs Stunden Verspätung den Münchner Hauptbahnhof.

Der ICE war gegen 22.15 Uhr in Oberbayern auf den umgestürzten Baum gefahren. Der Stamm hatte sich aufgestellt und die Oberleitung auf einer Länge von 750 Metern abgerissen. Außerdem wurde der Stromabnehmer des Zuges in Mitleidenschaft gezogen. Weil Teile der stromführenden Kabel am Boden lagen, durften die Fahrgäste den Zug aus Sicherheitsgründen nicht verlassen, wie die Bahnsprecherin erklärte. Eine Diesellok wurde zur Unfallstelle beordert und zog den liegengeblieben ICE am frühen Morgen nach München. (mit dpa)

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