Unfall in Prenzlauer Berg : Radlerin stürzt - beinahe vor Straßenbahn

Eine 33-jährige Radlerin ist in die Schienen der Straßenbahn geraten und gestürzt. In diesem Augenblick kam ihr eine Tram entgegen.

Felix Hackenbruch
Unfälle mit Straßenbahnen sind selten, haben aber oft schwerwiegende Folgen. (Symbolbild) Foto: dpa
Unfälle mit Straßenbahnen sind selten, haben aber oft schwerwiegende Folgen. (Symbolbild)Foto: dpa

Eine 33-jährige Radfahrerin ist am Donnerstag gegen 23.20 Uhr auf der Pappelallee in Prenzlauer Berg schwer verletzt worden. Die Frau war in Richtung Schönhauser Allee unterwegs, als sie nach dem derzeitigen Kenntnisstand in die Straßenbahnschienen geriet, die Kontrolle über ihr Fahrrad verlor und stürzte. Eine Tram der Linie 12, die ihr in diesem Moment entgegenkam, erfasste ihr Fahrrad und schleifte es noch mehrere Meter mit. Die Frau musste mit schweren Kopf- und Hüftverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

An der Bahn entstanden nach Aussage eines BVG-Sprechers keine Schäden, allerdings erlitt die Fahrerin einen Schock und musste abgelöst werden. Die wenigen Fahrgäste im Inneren der Tram kamen nicht zu Schaden. Nach einer 40-minütigen Sperrung konnte der Straßenbahnverkehr wieder regulär aufgenommen werden.

Mit relativ konstant 300 Unfällen pro Jahr machen Straßenbahnunfälle laut Unfallstatistik der Polizei weniger als ein Prozent aller Verkehrsunfälle aus. Mit 100 bis 200 dabei Verletzten wiegen diese Unfälle aber besonders schwer. Diesen Eindruck hat auch eine neue Untersuchung bestätigt. Die in Berlin ansässige Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat dafür von der Weimarer Bauhaus-Universität die Tram-Unfälle mit Personenschaden der Jahre 2009 bis 2011 in 58 deutschen Städten untersuchen und Empfehlungen erarbeiten lassen.

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