Unglück in Berlin-Spandau : 15-Jähriger versucht vergeblich Ertrinkenden zu retten

Ein 15-Jähriger hat am Dienstag in Berlin-Spandau versucht, einen Mann vor dem Ertrinken zu retten. Er tauchte im trüben Wasser nach ihm, fand ihn aber nicht. Die Feuerwehr barg den Mann tot.

von

Der Jugendliche hatte alles versucht - doch am Ende konnte der 58-jährige Mann, der in Spandau in einen See gestürzt war, nur tot geborgen werden. Der 15-Jährige war gegen 13.30 Uhr von einer Badestelle der "Spektelake" gekommen und den Uferweg nahe der Straße An der Tränke/Flurende entlang gegangen. An einer Lücke im Schilf sah er plötzlich einen Mann auf der gegenüberliegenden Uferseite stolpern und ins Wasser stürzen. Der Jugendliche zog sofort seine Kleidung aus, sprang in den See und schwamm ans andere Ufer, um den Mann vor dem Ertrinken zu retten. Er tauchte mehrfach nach dem Verunglückten, konnte ihn in dem trüben Wasser der Spektelake aber nicht finden. Der Hund des Mannes saß derweil am Ufer. Da der 14-Jährige Bruder des Helfers nun auch hinzu kam, konnte dieser die Feuerwehr alarmieren. Die Taucher der Feuerwehr konnten den 58-Jährigen allerdings nur noch tot vom Grund des Sees bergen.

Der Hund wurde der Ehefrau des Toten zurück gebracht. Wie sich dann herausstellte, war der Sturz wahrscheinlich auf die Erkrankung des 58-Jährigen zurückzuführen. Er soll einen Anfall gehabt und dabei gestürzt sein. Ebenso trug der 58-Jährige einen Zettel dabei, auf dem verzeichnet ist, wann er seine Medikamente nehmen muss. Wahrscheinlich war er nur deshalb ans Ufer getreten, weil er mit seinem Hund spazieren war, vermutet ein Polizeibeamter.

Autor

7 Kommentare

Neuester Kommentar