Unglück : Junge stirbt nach Sturz aus U-Bahn

Bei einem U-Bahn-Unfall auf der Berliner Linie U 7 ist am Montagabend ein 13-Jähriger getötet worden. Zeugen sagen aus, dass der Junge während der Fahrt die Tür öffnete.

Der Junge hatte am Montagabend gegen 19:45 Uhr die Tür des Waggons der Linie U7 während der Fahrt geöffnet und sich nach Zeugenangaben aus dem Wagen gelehnt, teilte die Polizei mit. Im U-Bahntunnel an der Wutzkyallee prallte er mit Kopf und Schulter gegen eine sogenannte Nothalte-Eisenstange und fiel aus dem Zug neben die Gleise. Der Junge starb später an seinen schweren Verletzungen.

Nach Angaben eines Polizeisprechers war der Junge in Begleitung von drei Gleichaltrigen. Diese gaben bei Befragungen an, sie hätten alle in der U-Bahn gesessen, als der 13-Jährige plötzlich die Tür geöffnet und sich herausgelehnt habe. Zu den Beweggründen des Jungen konnten sie nichts sagen. Die drei Begleiter stehen dem Sprecher zufolge unter Schock. Wenn es ihnen wieder bessergeht, sollen sie erneut befragt werden.

Türen sind nur mit "gewaltigem Druck" zu öffnen

Die Türen des betroffenen U-Bahn-Wagens haben nach Angaben eines BVG-Sprechers Griffe. Um mit ihnen die Tür zu öffnen, sei ein "gewaltiger Druck" notwendig, sagte der Sprecher. Es sei aber ein Sicherheitsmerkmal dieser Türen, dass sie nicht zu 100 Prozent verriegelt seien. Im Notfall solle so gewährleistet werden, dass Fahrgäste den Zug aus eigener Kraft verlassen können.

Die etwa zwei Meter hohen Stangen, die sich zwischen den Schienensträngen befinden, dienen dem Sprecher zufolge als Haltepunkte für Arbeiter in den U-Bahn-Tunneln, da durch vorbeifahrende Bahnen ein großer Luftzug entsteht. Eine dieser Stangen sei dem Jungen offenbar zum Verhängnis geworden. (ho/ddp)

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