Unglück : Tödlicher Grabstein war nur fahrlässig gesichert

Vor knapp zwei Wochen wurde ein vierjähriges Mädchen aus Berlin von einem Grabstein auf Rügen erschlagen, der nur fahrlässig gesichert war. Nun soll entschieden werden, gegen wen Anklage erhoben wird.

StralsundIm Fall des tödlich verunglückten vierjährigen Mädchens aus Berlin auf dem Ausstellungsgelände einer Steinmetz-Firma auf Rügen hat sich der Verdacht auf fahrlässige Tötung erhärtet. Der Grabstein, der auf das Kind gestürzt war, habe "sehr locker gestanden", wie der Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft, Ralf Lechte, am Montag erklärte. Ein Gutachten belegte, der 1 mal 1,5 Meter Marmorstein habe mit einer Zugkraft von lediglich dreieinhalb Kilogramm zum Umsturz gebracht werden können. Nach Abschluss der Ermittlungen soll nun entschieden werden, gegen wen Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben wird.

Auch gegen die Angehörigen der Vierjährigen wird ermittelt. Ob diese gegebenenfalls ihre Aufsichtspflichten verletzt hatten, muss noch geprüft werden. Die Mutter des Mädchens soll bei dem Unfall ganz in der Nähe des Mädchens gewesen sein. Am Samstag vor zwei Wochen war das Kind bei der Besichtigung des Geländes in Bergen von einem umstürzenden, mehr als 200 Kilogramm wiegenden Grabstein schwer verletzt worden und kurz darauf im Krankenhaus gestorben. (jg/ddp)

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