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Unterarme gebrochen : Säugling in Berlin schwer misshandelt

Bei einem sechs Monate alten Baby haben Ärzte Knochenbrüche an den Unterarmen festgestellt. Es gibt Hinweise, dass das Mädchen mehrfach heftig geschüttelt wurde. Gegen den mutmaßlichen Täter erging Haftbefehl.

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Ein schockierender Fall von Kindesmisshandlung beschäftigt die Ermittler. Am 11. März wurden bei einem erst sechs Monate alten Säugling in einem Spandauer Krankenhaus schwere Verletzungen festgestellt. Beide Unterarme des Babys waren gebrochen. Zudem stellten die Ärzte fest, dass der Säugling über mehrere Tage hinweg stark geschüttelt wurde. Das Mädchen habe dadurch vermutlich „irreversible Schäden“ erlitten, heißt es von der Polizei. Ursprünglich war das Kind wegen Krampfanfällen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Am Dienstag nahm die Polizei den 45-jährigen Freund der 30-jährigen Mutter wegen Kindesmisshandlung fest. Am Mittwochabend wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen. Das Kind befindet sich weiter in ärztlicher Behandlung. 2009 registrierte die Polizei 523 Fälle von Kindesmisshandlung. Eine Steigerung von 17 Prozent im Vergleich zu 2008. Für die Zahlen aus dem vergangenen Jahr, die demnächst veröffentlicht werden sollen, hat Polizeipräsident Dieter Glietsch bereits auf einen erneuten Anstieg der Fälle hingewiesen. Dies sei aber auch auf die erfolgreiche Sensibilisierung der Bevölkerung und entsprechend mehr Anzeigen zurückzuführen.

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