Urteil : Berliner Rapper wegen Gewaltpornografie zu Geldstrafe verurteilt

Ein Berliner Rapper ist am Montag vom Amtsgericht Tiergarten wegen Gewaltdarstellung und Verbreitung gewaltpornografischer Schriften zu 8400 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte ist unter dem Künstlernamen „Frauenarzt“ bekannt.

Er wurde schuldig gesprochen, 2006 zwei CDs hergestellt zu haben, in deren Liedern exzessiv und detailliert das Quälen, die Verstümmelung und die Ermordung von Frauen beschrieben wird. Außerdem wurden bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Tempelhof im April weitere 15 CDs mit ähnlichem Inhalt, allerdings von anderen Künstlern, sichergestellt.

Im Prozess hatte der 31-jährige Musiker die Anklagevorwürfe über seinen Verteidiger pauschal eingeräumt. Seinen Angaben zufolge ist nun ein neues Album mit „reiner Party- und guter Launemusik“ geplant. Das Gericht teilte die Auffassung des Staatsanwalts, wonach der Porno-Rapper mit den „unglaublich brutalen und ekelerregenden“ Texten „bewusst provozierte“, um bekannt zu werden. Auch frühere Werke des Angeklagten stünden bereits auf dem Index, hieß es. (ddp)

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