Urteil : Geldstrafe für Betrug beim Vaterschaftstest

Zwei Brüder wollten bei einem Vaterschaftstest tricksen. Jetzt mussten sie sich wegen versuchten Betruges vor Gericht verantworten.

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Der Ältere war verärgert und sah nicht ein, dass er die Vaterschaft offiziell anerkennen sollte. Der Jüngere meinte, erfolgreich tricksen zu können, und ging mit dem Personalausweis des Bruders zum angeordneten Test. Gemeinsam saßen Omar M. (27) und Mohammed M. (23) am Montag wegen versuchten Betrugs auf der Anklagebank. „Es war meine Idee, ich habe ihn angestiftet“, übernahm der jüngere Bruder die Hauptschuld.

Die Frau war schwanger, als sich Omar M. nach etwa sechsmonatiger Beziehung trennte. Als sein Sohn knapp zwei Jahre alt war, musste Omar M. zum Vaterschaftstest – bei dem aber Mohammed erschien. Der Arzt wurde misstrauisch und informierte das Familiengericht. Nach erneutem Test flog der Schwindel auf. Gegen Minijobber Omar M. erging nun eine Strafe von 2250 Euro (150 Tagessätze zu je 15 Euro), sein Bruder soll 1800 Euro (120 Tagessätze) zahlen.K.G.

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