Urteil : Hohe Haftstrafe für Mordanschlag

Wegen versuchten Mordes an einem Belastungszeugen ist ein 22-jähriger Mann vom Landgericht Berlin zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Ihm droht außerdem nach Haftentlassung die Sicherheitsverwahrung.

Außerdem muss er 20.000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer zahlen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im April dieses Jahres in einem Lokal "heimtückisch" und mit "absolutem Vernichtungswillen" auf einen 38-Jährigen von hinten einstach, um sich für eine Strafanzeige zu rächen.

"Das ist niedrigste Gesinnung. Der Mann hatte nicht den Hauch einer Chance, sich zu wehren", stellte das Gericht fest. Das Opfer habe büßen müssen, weil der Angeklagte wegen der Anzeige "stinksauer" gewesen sei. Dem Wirt des Neuköllner Lokals war es gelungen, den Angreifer wegzureißen und aus dem Restaurant zu werfen. Der 38-Jährige hatte zahlreiche Stichverletzungen in Kopf, Hals und Rumpf erlitten. Er konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden.

Bereits im Januar 2007 hatte der Angeklagte den 38-Jährigen mit einer Bekannten auf der Straße bis zur Bewusstlosigkeit attackiert, in dem er "immer wieder in ihn hineinsprang". Er habe "jemanden platt gemacht, der bereits betrunken am Boden lag". Dieses Verhalten stehe ebenso auf "niedrigster Stufe", hieß es. Das Gericht stellte klar, dass dem Angeklagten die Sicherheitsverwahrung drohe, wenn er nach der Haftentlassung wieder einen "Fehler" macht. (nal/ddp)

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